Thema Krankenhaushygiene
beim DGKH-Kongress in Berlin

Von Erkenntnissen über Erreger bis zu wirkungsvollen Hygienemaßnahmen reicht das Themenspektrum beim 14. Kongress für Krankenhaushygiene, der im März in Berlin stattfinden wird.

von  der HARTMANN Online-Redaktion
"Die Bedeutung der Krankenhaushygiene und die eskalierende Zunahme Antibiotika-resistenter Erreger stellen weiterhin eine der großen Herausforderungen für die moderne Medizin dar", sagt Prof. Dr. med. Dr. h. c. Martin Exner, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene, und lädt zum 14. Kongress für Krankenhaushygiene vom 18. bis 21. März 2018 ins Maritim Hotel Berlin Mitte ein.

Die öffentliche und politische Aufmerksamkeit für diese Thematik ist weiterhin gestiegen, da auch dem einzelnen Patienten deutlich ist, dass nosokomiale Infektionen auch für ihn persönlich eine Gefährdung darstellen können. Mittlerweile können Erfolge zumindest bei der Kontrolle von MRSA festgestellt werden, deren kontinuierlicher Anstieg in den letzten Jahre gestoppt werden konnte und deren Inzidenz verringert wurde. Anders sieht die Situation noch bei Gram-negativen Erregern und bei Clostridium difficile aus.

Vor diesem Hintergrund müssen moderne Strategien der Krankenhaushygiene weiterentwickelt werden. Neue Erkenntnisse über Infektionsreservoire haben in der Zwischenzeit gezeigt, dass mit ergänzenden Strategien möglicherweise weitere deutliche Fortschritte bei der Prävention nosokomialer Infektionen erzielt werden können. Andererseits zeigt sich, dass in Deutschland durch den Pflegekräftemangel auch strukturelle Risiken für die medizinische Versorgung bestehen, die auch krankenhaushygienische Konsequenzen haben. Die Gesundheitspolitik hat auf der Bundesebene und auch in einigen Ländern in den letzten Jahren ebenso erhebliche regulatorische Anstrengungen zur Prävention und Kontrolle von nosokomialen Infektionen unternommen, was die DGKH dankbar anerkennt.

Der Austausch des Wissens über neue Erkenntnisse zu Erregern, Infektionen, Strategien, Regularien und Ausbildungskonzepten bleibt unverzichtbar und angesichts der enormen Dynamik von hoher Aktualität.

Die Rahmenthemen des 14. Kongresses befassen sich mit dem gesamten Spektrum der Erkenntnisse zu nosokomialen Infektionen, deren Erregern und Strategien zu Monitoring und Kontrolle und umfassen neben Regularien zur Reinigung, Desinfektion und Sterilisation, Umgebungsuntersuchungen, Ausbruchmanagement, Antibiotika-Einsatz und Surveillance den derzeitigen Erkenntnisstand in Deutschland und auch in Europa. Neu eingeführt wurden die Themen Geschichte der Hygiene und Global Health. Wie bisher werden die Hauptthemen durch Experten in Übersichtsvorträgen einleitend behandelt und durch wissenschaftliche Detailvorträge ergänzt.

Interessante Beiträge von HARTMANN

Auch HARTMANN ist mit Fachbeiträgen auf dem Kongress vertreten.

  • Am 20. März referiert Dr. Patricia Fliß vom BODE SCIENCE CENTER beim Symposium "Präventionsstrategien" (Salon 21, 8.30 bis 10.00 Uhr) über das Thema "Zielsetzung und Feedback als Bestandteile einer erfolgreichen Intervention zur Verbesserung der Händehygiene". Die Händehygiene spielt eine wichtige Rolle in der Infektionsprävention, jedoch wird sie häufig nicht ausreichend durchgeführt. Neue Ansätze zur Verbesserung der Händehygiene sind erforderlich. Ziel der Studie, die beim Kongress vorgestellt wird, war es daher, das Potential von Zielsetzung und Feedback als Maßnahmen zur Verbesserung der Händehygiene zu untersuchen. Abstract von S. Diefenbacher, P. Fliß, J. Tatzel, J. Wenk, J. Keller (Universität Ulm, BODE Chemie GmbH und Klinikum Heidenheim).
  • Beim Symposium "Reinigung und Flächendesinfektion" am 21. März /Saal Berlin 2, 13.15 bis 14.45 Uhr) informiert Dr. Martin May (BODE Chemie GmbH) über "Unterschiede der Raumluftbelastungen durch Flächendesinfektion mit Produkten auf Peroxid-Basis". Desinfektionsmittel auf Peroxid-Basis haben ein breites Wirkspektrum und besitzen viruzide und sporizide Wirkung. Für die Sicherheit des Menschen während und nach der Anwendung dieser Produkte wird in diesem Vortrag die Raumluftbelastung durch Wasserstoffperoxid als relevanter Endpunkt der Risikobewertung diskutiert. Abstract von M. May, S. Schuchardt, R. Bloß (BODE Chemie GmbH).