Händedesinfektion
Desinfektion

Händehygiene gegen Antibiotika-
resistenz: So einfach – so gut.

Der diesjährige Händehygienetag der WHO am 5.5. steht daher ganz im Zeichen des Kampfes gegen Antibiotikaresistenzen.

von  der HARTMANN Online-Redaktion 03 Mai 2017

Die Zahl nosokomialer Infektionen mit multiresistenten Keimen steigt weltweit gefährlich an. Dabei halten wir den Schlüssel für ihre Bekämpfung bereits in den Händen: Laut WHO ist die Händehygiene das Kernelement einer erfolgreichen Strategie gegen multiresistente Erreger. Der diesjährige Händehygienetag am 5.5. steht daher ganz im Zeichen des Kampfes gegen Antibiotikaresistenzen.

Antibiotikaresistenzen stellen weltweit eine der größten Bedrohungen für die Patientensicherheit dar. Derzeit sterben jedes Jahr in Europa 25.000 und in den USA 23.000 Menschen, weil ihre Infektionen nicht oder nicht ausreichend behandelt werden können.

Mit ihrem „Prevention First“-Ansatz macht die WHO unmissverständlich klar: Jede verhinderte Infektion erübrigt generell eine Behandlung mit Medikamenten. Werden bakterielle Infektionen vermieden, so lässt sich durch Prävention auch der Einsatz von Antibiotika reduzieren. Am effektivsten wird die Verhütung von Infektionen durch eine gute Händehygiene erzielt, die zuverlässig eine Verbreitung von multiresistenten Keimen unterbindet.

Die Compliance bei der Händehygiene fällt sehr unterschiedlich aus: In Deutschland beispielsweise desinfizieren sich laut Robert Koch-Institut (RKI) im Schnitt zwischen 41 und 55 Prozent der Gesundheitsmitarbeiter die Hände, wenn es notwendig ist; nach Angaben der WHO sind es etwa 30 Prozent. In der Händehygiene besteht somit ein enormer Nachholbedarf. Ein Potenzial, das die WHO mit ihrem alljährlichen Händehygienetag auch am 5.5.2017 gegen Antibiotikaresistenzen mobilisieren will.

„Bekämpfe Antibiotikaresistenz – es liegt in Deinen Händen“

RF picture of multi-drug-resistant staphylococcus aureus

177 Länder und 20.000 Einrichtungen beteiligen sich an der jährlichen Awareness-Kampagne für die Händehygiene. In diesem Jahr unter dem Motto „Fight Antibiotic Resistance“. Dabei fordert die WHO erstmals alle wichtigen Beteiligten im Gesundheitswesen zum Mitmachen auf: Hygieneverantwortliche, Pflegekräfte, Geschäftsführer und Verwaltungsleiter sowie politische Entscheidungsträger bekommen via Twitter, Videos, Postern, Bannern und Infomaterialien einen Auftrag mit auf den Weg, der exakt ihrem Handlungsspielraum entspricht.

So lauten die diesjährigen Call-to-Actions der WHO zum Händehygienetag:

  • Hygieneverantwortliche: „Setzen Sie die WHO-Kernkomponenten zum Infektionsschutz einschließlich der Händehygiene um und bekämpfen Sie Antibiotikaresistenzen."
  • Gesundheitsmitarbeiter: „Desinfizieren Sie Ihre Hände zum richtigen Zeitpunkt und stoppen Sie die Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen."
  • Geschäftsführung und Verwaltungsleitung: „Führen Sie ganzjährig Infektionspräventions- und Hygienemanagementprogramme durch, um Ihre Patienten vor resistenten Infektionserregern zu schützen."
  • Politische Entscheidungsträger: „Stoppen Sie die Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen und machen Sie Infektionsschutz und Händehygiene zu einer nationalen Aufgabe höchsten Ranges."

Dass die Händehygiene bei der Prävention aller Infektionen und damit auch derjenigen mit antibiotikaresistenten Keimen eine Schlüsselrolle spielt, gehört zu den wesentlichen Botschaften der WHO. Längst sieht die Weltgesundheitsorganisation es als erwiesen an, dass Händehygiene Infektionsraten signifikant senken kann. So bringt jeder Dollar, den ein Krankenhaus in Händehygiene investiert, das 24fache wieder ein – weil die hohen Kosten durch nosokomiale Infektionen vermieden werden.

So zeigen Beispiele, dass eine Klinik, die ihr Budget für die Händehygiene nur um 1 Prozent erhöht, jährliche Kosten in Höhe von 40.000 US-Dollar sparen kann.

Goldstandard multimodale Programme

Angesichts der wachsenden Bedrohung durch multiresistente Erreger wird Händehygiene einmal mehr zum Kernelement der Infektionsprävention. Internationaler State-of-the-Art der Händehygiene sind alkoholische Einreibepräparate. Die WHO setzte sogar Händedesinfektionsmittel auf Alkoholbasis auf die Liste der Medikamente, die für eine grundlegende Gesundheitsversorgung unverzichtbar sind.

Die Kampagne zum 5.5. ist jährlicher Höhepunkt der Bemühungen, durch Verbesserung des Händehygieneverhaltens Infektionen zu vermeiden und das Ausbreiten der Antibiotikaresistenzen aufzuhalten. Das Ziel der WHO geht aber weit über den 5.5. hinaus: Infektionen müssen “zu jeder Zeit und bei jedem Patienten“ durch Händehygiene vermieden werden. Den Goldstandard, um dieses Ziel zu erreichen, sieht die WHO in der Implementierung multimodaler Programme zur Händehygiene.

Woman with E-Learning

Als Marktführer für Produkte zur Händehygiene in vielen Ländern der Welt unterstützt HARTMANN das Ziel der WHO mit zahlreichen Aktivitäten und einem nachhaltigen multimodalen Programm zur Förderung der Händehygiene.

HARTMANN-Tools zum 5.5.: Mit Stickern, Postern, E-Learning und Infotainment gibt HARTMANN Kliniken vor Ort auch über den 5.5. hinaus Instrumente an die Hand, um die Compliance in der Händehygiene zu verbessern. Sie wollen mitmachen? Kontaktieren Sie ihren HARTMANN Außendienst (info@hartmann.info).

Das Evolutionskonzept zur Händehygiene: Das Evolutionskonzept zur Händehygiene von HARTMANN und seinem BODE SCIENCE CENTER enthält alle Kernelemente der multimodalen WHO-Strategie. Das Interventionsprogramm kombiniert wissenschaftlich basierte Maßnahmenbündel mit einer kontinuierlichen fachlichen Vor-Ort-Begleitung. Der individuelle Ansatz, neue Technologien sowie die kontinuierliche Betreuung unterstützen einen nachhaltigen Compliance-Effekt.

Sie möchten wissen, wie Sie nachhaltig Ihre Compliance steigern können? Hier erfahren Sie mehr. Alles über die WHO-Kampagne am 5.5. 2017 „Bekämpfe Antibiotikaresistenz – es liegt in Deinen Händen“