Älteres Paar schreibt aktuelle Blutdruckwerte auf
Blutdruckmessung

Beim Blutdruckmessen auf Nummer sicher gehen!

Bluthochdruck kennt keine Sprechstunde. Deshalb raten Ärzte, den Blutdruck regelmäßig selbst zu kontrollieren. Da die gemessenen Daten „lebenswichtig“ sein können, muss auf die Messgeräte absolut Verlass sein. Tensoval steht für diese Sicherheit.


von  der HARTMANN Online-Redaktion
Herz

Der Blutdruck ist die treibende Kraft, die das Blut im Körper zirkulieren lässt. Er schwankt mit jedem Herzschlag zwischen einem Maximalwert (systolischer Blutdruck im Moment der Herzmuskelkontraktion) und einem Minimalwert (diastolischer Blutdruck im Moment der Herzmuskelerschlaffung).

Der Blutdruck ist einer der wichtigsten Parameter zur Beurteilung der Vitalsituation eines Menschen. Er kann problemlos – auch selbst – kontrolliert werden, was die Chance in sich birgt, vor allem den gefährlichen Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) frühzeitig zu erkennen. Liegt bereits eine Hypertonie vor, dann ist die tägliche Blutdruckselbstkontrolle zur Verlaufsbeobachtung ohnehin ein unentbehrlicher Bestandteil der Therapie.


Die Blutdruckwerte

nach der Klassifikation der Deutschen Hochdruckliga

Blutdruckwerte  systolisch (mmHg)  diastolisch (mmHg)
Optimaler Blutdruck  < 120  < 80
Normaler Blutdruck
 120-129  80-84
Hochnormaler Blutdruck
 130-139  85-89
Hoher Blutdruck 
(Bluthochdruck) 

Hypertonie Grad 1
 140-159  90-99
Hypertonie Grad 2
 160-179  100-109
Hypertonie Grad 3
 > = 180  > = 110
Isolierte systolische Hypertonie  > = 140  < 90

Wie funktioniert die Blutdruckmessung?

Zur nichtinvasiven Messung des Blutdrucks wird eine aufpumpbare Manschette um den Oberarm gelegt, die an ein Druckmessgerät angeschlossen ist. Wird die Manschette aufgepumpt, überträgt sich der dabei entstehende Druck unmittelbar auf den Oberarm und die darin liegenden Blutgefäße. Übersteigt der durch die Manschette ausgeübte Druck den systolischen Blutdruck in den Arterien, kann kein Blut mehr durch die Arterien fließen. Wird anschließend der Druck aus der Manschette abgelassen, kann das Blut dann wieder fließen, wenn der Druck in der Arterie höher ist als der in der Manschette.

Mithilfe des Pulsschlages presst das Herz dabei das Blut durch die zusammengedrückte Arterie. Ist ein Stethoskop in der Ellenbeuge angelegt, ist ein regelmäßiges Klopfen zu hören. Bei Beginn dieser Pulstöne, den so genannten Korotkoff-Tönen, entspricht der Druck in der Manschette dem systolischen Blutdruckwert. Bei weiterem Ablassen des Drucks in der Manschette schwinden diese Pulstöne. Der nun herrschende Druck in der Manschette ist der diastolische Blutdruck. Dieses Verfahren hat sich als so genannte Auskultations- oder Korotkoff-Methode etabliert und wird wegen der hohen Genauigkeit der ermittelten Werte und der geringen Störanfälligkeit häufig von Ärzten angewandt.

Der Blutdruck kann neben der Korotkoff-Methode elektronisch über die Auswertung von Oszillationen (Schwingungen) gemessen werden. Bei der oszillometrischen Messung werden dabei nicht die Pulstöne, sondern die Pulswellen erfasst, die sich durch Schwingungen der Arterie ergeben. Mittels eines Algorithmus errechnet dann ein Prozessor die vorliegenden Blutdruckwerte. Letztere Technik kommt zumeist bei modernen Blutdruckmessgeräten zur Anwendung, die vor allem Laien bei der täglichen Blutdruckselbstmessung zuverlässige Dienste leisten.


Die HARTMANN Blutdruckmessgeräte – ein Maximum an Sicherheit und Zuverlässigkeit

Die Blutdruckselbstmessung kann nur dann eine wirkliche Hilfe sein, wenn die gemessenen Werte genau und korrekt sind, was neben der richtigen Durchführung auch messgenaue Geräte voraussetzt.

Blutdruckmessgeräte für die Patientenselbstmessung müssen nach europäischer Norm mit dem CE-Zeichen (CE = Conformité Européenne) versehen sein, das aber nicht zwingend beinhaltet, dass die Blutdruckmessgeräte einer klinischen Prüfung zur Messgenauigkeit unterzogen wurden. Für diese Prüfungen gibt es Validierungsprotokolle von deutschen und anderen europäischen Norminstituten, nach denen die Hersteller auf freiwilliger Basis ihre Geräte testen können. Auf der Grundlage der vorhandenen Validierungsprotokolle hat die Deutsche Hochdruckliga (siehe auch Web-Watch Seite 19) mit ihrem „Gütesiegel“ nun ein sehr differenziertes Prüfprotokoll erarbeitet, um Zuverlässigkeit und Messgenauigkeit von Blutdruckmessgeräten zur Blutdruckselbstkontrolle weiter abzusichern. Es bietet den Geräteherstellern die Möglichkeit, neben der praktischen Geräteprüfung zur CE-Zertifizierung eine zusätz­liche Qualitätsauszeichnung zu erhalten, die den Interessierten die Kaufentscheidung erleichtert, das Gütesiegel der Deutschen Hochdruckliga. Das Gütesiegel wurde an alle HARTMANN Geräte vergeben: Tensoval duo control, Tensoval comfort und Tensoval mobil.


Zur Geschichte der Blutdruckmessung

Lange Zeit konnte die Messung des arteriellen Drucks nur experimentell durchgeführt werden, weshalb die Geschichte der „arteriellen Hypertonie“ eigentlich erst im 20. Jahrhundert mit der Erfindung der nicht-invasiven Blutdruckmessung begann. Den entscheidenden Fortschritt verdanken wir dabei dem italienischen Arzt Scipione Riva-Rocci (oben) aus Turin. Mithilfe eines Fahrradschlauchs, der als Oberarmmanschette diente, mit einem Gummiballon aufgeblasen und mit einem Quecksilbermanometer verbunden wurde, prüfte er zum ersten Mal in der uns heute vertrauten Weise den Blutdruck. Dies war im Jahr 1896. Im Jahr 1905 empfahl dann der russiche Chirurg Nikolai Korotkoff (unten), die Auskultationsmethode mithilfe eines Stethoskops. Wieder ein paar Jahre später konnte die Genauigkeit der Blutdruckmessung durch die Verwendung des Oszillometers verbessert werden. In Erinnerung an den Pionier Riva-Rocci wird heute noch hinter dem Blutdruckwert RR vermerkt. Und als Korotkoff-Töne werden die Töne bezeichnet, die durch ihren Beginn und ihr Aufhören die Markierung des systolischen und diastolischen Drucks erlauben.

Blutdruckmessgeräte: Die passenden Geräte zur Blutdruckontrolle

Blutdruckmessgerät mit Verpackung

Für die Messung zuhause stehen heute eine Vielzahl leistungsfähiger Geräte zur Verfügung. Sie alle sind einfach in der Anwendung, verfügen über große Displays und einen Speicher für die Messwerte und ermöglichen damit auch älteren Menschen eine einfache, sichere und komfortable Blutdruck-Selbstkontrolle.

Geräte für die Messung am Handgelenk arbeiten nach der oszillometrischen Methode und sind auch für den mobilen Einsatz geeignet. Die gleiche Messmethode kommt auch bei Geräten zur Oberarmmessung zum Einsatz.

Die neueste Generation von Messgeräten arbeitet zusätzlich zur oszillometrischen Technologie primär nach der sehr präzisen Korotkoff-Methode. In Einzelfällen, z. B. bei zu leisen Pulstönen, zeigt das Gerät zusätzlich die Ergebnisse der oszillometrischen Technologie an und bietet damit doppelte Sicherheit bei der Selbstmessung. Die Korotkoff-Methode ist für Personen geeignet, die besonderen Wert auf genaue Messergebnisse legen müssen, z. B. bei einer medikamentösen Bluthochdruckbehandlung oder bei Personen mit diversen Arten von Herzrhythmusstörungen, während das oszillometrische Messverfahren für Personen mit sehr leisen Pulstönen geeignet ist.

Welches Gerät ist richtig?

Frau misst Blutdruck

Der Kauf eines Blutdruckmessgerätes sollte am besten mithilfe der Fachberatung in der Apotheke oder im Sanitätsfachgeschäft erfolgen.

Bei der Entscheidung, ob ein Oberarm- oder Handgelenk-Messgerät für den Patienten besser ist, spielt folgendes eine große Rolle: Die Dicke der Arterien nimmt in Richtung Handgelenk ab, was die Messung erschwert. Zusätzlich können Gefäßverengungen, z. B. durch Arteriosklerose oder Diabetes mellitus, die Messgenauigkeit am Handgelenk beeinträchtigen. Wenn immer möglich, sollte deshalb der Interessierte/Patient eine Vergleichsmessung zwischen Handgelenk und Oberarm durchführen lassen, z. B. in Apotheken oder Sanitätsfachgeschäften. Dabei misst man einmal am Handgelenk, dann am Oberarm, wieder am Handgelenk und wieder am Oberarm. Ist der Unterschied zwischem dem diastolischen Oberarm- und Handgelenkwert in beiden Fällen niedriger als 10 mmHg, dann ist neben einem Oberarm- auch ein Handgelenkmessgerät empfehlenswert. Besteht die Möglichkeit zur Vergleichsmessung nicht, sollte bei älteren Patienten besser am Oberarm gemessen werden.

Auch noch wichtig:

Die Messgenauigkeit wird auch durch die Armhaltung mit beeinflusst. Deshalb wird bei der Messung am Handgelenk der Ellbogen leicht gebeugt und das Messgerät in Herzhöhe gehalten, bei der Oberarmmessung wird der Arm locker auf dem Tisch aufgelegt.