Krankenunterlagen –
im Pflegealltag unentbehrlich

Flüssigkeitsundurchlässige, aber saugfähige Krankenunterlagen haben seit vielen Jahrzehnten ihren festen Platz in der Kranken- und Altenpflege. Sie sind unentbehrlich bei der Versorgung inkontinenter Personen, dienen aber auch in vielen Pflegesituationen als zuverlässiger Allround-Schutz.

von  der HARTMANN Online-Redaktion

Es bedurfte keiner großen Erfindungsgabe zu erkennen, dass in der Kranken- und Altenpflege in vielen Pflegesituationen Materialien benötigt werden, die Körperflüssigkeiten und -ausscheidungen aufnehmen und Betten oder Tragen vor Verschmutzung und Durchfeuchtung schützen. Dementsprechend findet sich bereits in der Preisliste der „Verbandstoff Fabrik Paul Hartmann Heidenheim Württemberg“ aus dem Jahre 1909 ein umfangreiches Sortiment an wasserdichten Betteinlagenstoffen sowie Zellstoffwatte- und Holzwollwatte-Unterlagen. Und für einen anscheinend wirtschaftlichen Einsatz standen auch damals schon unterschiedliche Qualitäten zur Verfügung. Betteinlagenstoffe gab es beispielsweise als „Rot Twill, bestes englisches Fabrikat, einseitig gummiert, 92 cm breit, am Stück per Meter für 3,50 Mark oder in rosa, braun oder taubenblau, zweiseitig gummiert per Meter für 2,60 Mark“.

Ebenso waren die Unterlagen aus Holz- oder Zellwollwatte in unterschiedlichen Qualitäten und Abmessungen erhältlich. Zum Teil waren die Unterlagen mit einem Mullüberzug versehen, um eine bessere Formbeständigkeit zu erhalten. Die beiden Saugmaterialien wurden übrigens auch zu (Saug-) Kompressen für die verschiedensten medizinischen Bereiche verarbeitet. Durchgesetzt als Saugmaterial, das immer noch „up to date“ ist, hat sich aber dann nur der Zellstoff.

Wie Zellstoff entsteht

Aufgrund seiner Herstellungsart ist (Verband-) Zellstoff als ein Spezialpapier anzusehen. Ausgangsprodukt für die Gewinnung ist hauptsächlich Fichten- und Buchenholz, das zur Freilegung der Zellulosefasern besonderen Aufschlussverfahren unterzogen werden muss. Das entrindete und geschnitzelte Holz wird unter Zusatz von Laugen in Druckkochern erhitzt, in weiteren Prozessen zu etwa 2-4 mm langen, feinen Zellstofffasern aufgeschlossen, mehrfach gewaschen, gereinigt und gebleicht. Anschließend wird der Faserbrei zur Entwässerung über Langsiebmaschinen und beheizte Trockenzylinder geführt. Die dabei entstehenden Zellstoffbahnen werden aufgerollt oder zu Bögen geschnitten.

Für Zellstoff in Flockenform werden gepresste Zellstoffbögen oder -rollen in Hammermühlen oder Sägezahnreißern trocken zerfasert. Die dabei entstehenden Zellstoff-Flocken sind sehr voluminös und weich und besitzen durch ihre Struktur ein hohes Aufnahmevermögen für Flüssigkeiten.

MoliNea – moderner Prototyp der Krankenunterlage

MoliNea Flocken-Krankenunterlagen
MoliNea Flocken-Krankenunterlagen mit Saugkörper aus weichen Zellstoff-Flocken

An den Einsatzmöglichkeiten von Krankenunterlagen hat sich über die Jahrzehnte nicht viel geändert. Aber perfekte Material­kombinationen haben zu Krankenunterlagen geführt, die in ihrer Funktionalität und ihrem Nutzen nicht mehr zu verbessern sind. Und die verschiedenen Ausführungen sichern auch den wirtschaftlichen Einsatz.

Die millionenfach bewährten MoliNea Lagen-Krankenunterlagen haben einen Saugkörper aus Zellstoff-Lagen, der vollflächig mit einem textilen Vlies auch über die Folienränder abgedeckt ist. Eine undurchlässige Außenfolie sorgt für den Schutz vor Verschmutzung. Verschiedene Qualitäten – von 4 bis 20 Lagen – und Formate garantieren eine hohe Wirtschaftlichkeit.

Der Saugkern von MoliNea Flocken-Krankenunterlagen besteht aus weichen Zellstoff-Flocken und ist damit besonders saugstark. Die vollflächige Abdeckung aus einem textilen Vlies schont empfindliche Haut bei einem Einsatz als direkte Inkontinenzunterlage. Die undurchlässige Außenfolie schützt sicher vor Durchfeuchtung und Verschmutzung. Auch MoliNea Flocken-Krankenunterlagen gibt es in drei Qualitäten mit unterschiedlichen Saugstärken für einen wirtschaftlichen Einsatz.

MoliNea textile
MoliNea textile sind wiederverwendbare Krankenunterlagen mit einem Saugkörper aus einem weichen, extrem saugfähigen Vlies.
Ein nachhaltiger Ansatz zur hygienischen Versorgung ist die hochwertige Krankenunterlage MoliNea textile, denn sie kann wiederverwendet, im Haushalt bis zu 250-mal bei 95 °C gewaschen werden und ist außerdem trocknergeeignet. MoliNea textile bestehen aus einem Saugkörper mit weichem, extrem saugfähigem Vlies. Durch eine innenliegende Folienbeschichtung sind sie absolut undurchlässig und schützen sicher. Die Rückseite ist aufgeraut, damit sie rutschfest im Bett liegt. Dies ist vor allem zur Vermeidung von Druckstellen sehr wichtig. Rundum fest vernähte Ränder sorgen zudem für eine gute Formstabilität, sodass MoliNea textile auch gut geeignet sind, um ggf. Sitzmöbel sicher abzudecken.

Hilfen für pflegende Angehörige

Pflegerin im Gespräch mit Seniorin

Nach wie vor ist die Familie unser größter Pflegedienst. Ohne diese enorme Leistung wäre die Altenpflege nicht zu finanzieren. Pflegende Angehörige sollten deshalb alle erdenklichen Hilfen erhalten, damit ihre  schwierigen Aufgaben etwas leichter werden. Professionell Pflegende – vor allem in der ambulanten Pflege – können pflegenden Angehörigen dabei mit Rat und Tat zur Seite stehen. Dazu gehört auch, sie mit Pflegehilfsmitteln bekannt zu machen, die der allgemeinen Körperpflege und der Hygiene dienen, aber auch viel dazu beitragen, Wäscheberge zu verringern.

Wann besteht Anspruch auf Pflegehilfsmittel?
Wenn folgende Voraussetzungen zutreffen, besteht ein gesetzlicher Anspruch auf Erstattung von zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmitteln im Wert von bis zu 40 € im Monat (§40 Abs. 2 SGB XI):

  • Pflegegrad 1, 2, 3, 4 oder 5
  • Pflege zu Hause und nicht dauerhaft in einer stationären Einrichtung
  • Mindestens eine private Pflegeperson (z. B. Familienmitglied, Betreuer, ...)

Für die Pflegehilfsmittel ist kein „Rezept“ des Arztes erforderlich.

HARTMANN hilft bei der Abwicklung
Wenn pflegende Angehörige schnell und unkompliziert mit den richtigen Pflegehilfsmitteln versorgt werden sollen, kann HARTMANN dabei helfen:

  • mit der kompletten Abwicklung des Antrages auf Kostenübernahme bei der Pflegekasse
  • und nach der Genehmigung mit der fortan monatlichen Versorgung mit den gewünschten Pflegehilfsmitteln.

Welche Pflegehilfsmittel erstattungsfähig sind, ist durch die Pflegekassen vorgegeben. Es können aber auch sonstige Pflege- und Hygieneprodukte zusammen mit der Bestellung der erstattungsfähigen Pflegehilfsmittel direkt bei HARTMANN geordert werden. Über die Möglichkeiten der direkten Verbraucherversorgung kann Sie Ihr HARTMANN Außendienstmitarbeiter im Detail informieren.

Ein praktisches Formular mit dem Antrag zur Kostenübernahme kann hier heruntergeladen werden.

Antrag auf Kostenübernahme für die Versorgung zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmitteln *

*§ 78 Absatz 1 i.V.m. § 40 Absatz 2 SGB XI