Wunde an Knöchel wird mit HydroClean verarztet
Schwerpunkt

Das Débridement chronischer Wunden mit HydroClean

Das Débridement chronischer Wunden ist durch die pathophysiologischen Verhältnisse eine oft nicht einfach zu lösende Aufgabe. Mit HydroClean steht jetzt eine hydroaktive Wundauflage zur Verfügung, die das Débridement vereinfacht und effizienter macht.

von  Prof. Dr. med. Hans Smola, Director Medical Competence Center der PAUL HARTMANN AG 02 Mai 2017
Prof. Dr. med. Hans Smola
Der Autor: Prof. Dr. med. Hans Smola, Director Medical Competence Center der PAUL HARTMANN AG

Chronische Wunden entwickeln sich zumeist in jahrelangem, schleichendem Verlauf als Folge von Erkrankungen wie beispielsweise Venenleiden, peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK), Diabetes mellitus oder Tumoren. Aber auch ein Dekubitus stellt eine typische Grundkonstellation dar. Da von diesen Erkrankungen weitaus mehr ältere Menschen als jüngere betroffen sind, werden chronische Problemwunden in der geriatrischen Medizin und Pflege zunehmend zu einer Herausforderung, die nicht einfach zu bewältigen ist. Denn im Falle chronischer Problemwunden muss konsequent immer auch die Erkrankung mitbehandelt werden, die zum Ulkus geführt hat. Häufig wird dabei die medizinische Situation durch Multimorbidität (gleichzeitiges Auftreten mehrerer Krankheiten bei einer einzelnen Person) verschärft, die im Alter fast die Regel ist.

Den daraus entstehenden komplexen therapeutischen Problemen muss auch die lokale Wundbehandlung Rechnung tragen. Sie betreffen insbesondere die erste und wichtigste Maßnahme, mithilfe eines geeigneten Débridements das Wundbett zu reinigen und zu sanieren. In vielen Fällen ist ein chirurgisches Débridement, das eine Vorgehensweise wie bei einem gut vorbereiteten operativen Eingriff mit Patientenaufklärung und Einholung seines Einverständnisses erfordert, nicht möglich. In anderen Fällen verhindert eine Medikation mit Antikoagulanzien ein chirurgisches Débridement oder verweigern Patienten die Einwilligung aus Angst vor Schmerzen und Komplikationen. Aber auch die Art der Wunde spielt eine Rolle. Beispielsweise wird ein tiefer Dekubitus öfter unter OP-Bedingungen debridiert als ein venöses Ulkus, dessen Wundbehandlung durch Hausärzte oft an (Wund-) Pflegefachkräfte delegiert wird, die zu einem chirurgischen Débridement nicht befugt sind.

Die Lösung in diesen Situationen ist dann das Débridement mit HydroClean, das durch seinen einzigartigen Saug-Spül-Mechanismus schnell und zellschonend debridiert und das körpereigene autolytische Débridement in optimaler Weise unterstützt.

Wie sich eine chronische Wunde entwickelt

Diagramm zeigt MMP- Aktivität bei chronischen Wunden
Trengove und Mitarbeiter analysierten die Aktivität von MMPs in verschiedenen chronischen Wunden. Diese ist im Vergleich zu akuten Wunden in der Mehrheit der chronischen Wunden stark erhöht. Adaptiert nach Trengove et al., Wound Repair Regen.; 7:442-52 (1999).

Obwohl das Erscheinungsbild chronischer Ulzera sehr heterogen ist, sind die pathophysiologischen Mechanismen, die zur Chronizität führen, untereinander ähnlich. Alle zugrunde liegenden Gefäßschädigungen, auch wenn sie unterschiedlicher Genese sind, münden letztlich in Ernährungsstörungen des Hautgewebes mit zunehmender Mangelversorgung des Gewebes mit Sauerstoff (Hypoxie) und verminderter bzw. aufgehobener Durchblutung (Ischämie), was den Zelltod mit Nekrosenbildung zur Folge hat. Diese Situation ist dann die denkbar schlechteste Ausgangsbasis für eine Wundheilung, die – wie bei akuten Wunden auch – prinzipiell in den drei bekannten Phasen der Entzündung / Reinigung, des Gewebeaufbaus und der (Re-) Epithelisierung abläuft. Die Reparaturleistung der Zellen muss nämlich in einem extrem stoffwechselgeschädigten Hautgebiet gestartet werden, weshalb von Anfang an nicht gewährleistet ist, dass die „richtigen Zellen zur richtigen Zeit das Richtige tun“. Eine reguläre Wundheilung ist aber nur bei einem chronologisch korrekten Auftreten der beteiligten Zellen gegeben.

Jede Wundheilung ist dadurch charakterisiert, dass untergegangenes Gewebe zunächst in katabolen Prozessen abgebaut werden muss, bevor die Gefäß- und Gewebsneubildung stattfinden kann. Für die körpereigenen Abbau- und Reinigungsvorgänge der Autolyse und Phagozytose sind vorwiegend neutrophile Granulozyten und Makrophagen verantwortlich, die darüber hinaus in dieser Phase bereits auch biochemisch wirksame Substanzen absondern (sezernieren), die die Zellen für den nachfolgenden Gefäß- und Gewebeaufbau anlocken. Der Umfang der Abbauprozesse korrespondiert so direkt mit dem Beginn und der Qualität der Aufbauprozesse.

Die Voraussetzungen für eine physiologisch und zeitgerecht ablaufende Wundheilung liegen deshalb umso günstiger, je weniger Gewebe geschädigt ist und abgeräumt werden muss. Sind dagegen größere Mengen an devitalisiertem Gewebe, an Belägen, Eiter und Exsudat vorhanden, wie dies bei chronischen Wunden in der Regel der Fall ist, ergeben sich folgende Auswirkungen: Der Einstrom von Entzündungszellen wie neutrophilen Granulozyten und Makrophagen in das Wundgebiet hält an. Diese wiederum sezernieren entzündungsfördernde Zytokine, die ihrerseits synergistisch die Produktion vor allem von Matrix-Metalloproteasen (MMP) steigern.

Proteasen sind spezielle Enzyme, die andere Enzyme an spezifischen Stellen spalten oder ein Protein von den Enden her abbauen. Die Aufgabe von Matrix-Metalloproteasen ist es, beschädigte und avitale Bestandteile der extrazellulären Matrix – ein von den Zellen selbst produziertes Netzwerk mit vor allem Informationsaufgaben – abzubauen. Dies bedeutet eine erste Reinigung der Wunde, die physiologisch etwa drei Tage dauert. Dann geht die Entzündungsphase in die Phase des Gewebeaufbaus, also in die eigentliche Reparaturphase über.

Wie bereits erwähnt, hält jedoch bei chronischen Wunden der Einstrom von Granulozyten und Makrophagen in das Wundgebiet durch die fortdauernde Gewebeschädigung an. Demzufolge werden im Übermaß entzündungsfördernde Zytokine freigesetzt, was auch zur überschießenden Produktion von MMPs führt.

Der Überschuss an MMP-Aktivität ist nun deshalb so kritisch, weil neugebildete Bindegewebsanteile wie Fibronektin und Kollagen gleich wieder abgebaut werden können. Das Gleichgewicht von Gewebeaufbau und -abbau verschiebt sich in den chronischen Wunden zugunsten des Abbaus, die Heilung stagniert.

Zusätzlich wird die Wirkung von Wachstumsfaktoren durch die im Überschuss vorhandenen MMPs beeinträchtigt. Dies ist eine weitere Ursache dafür, dass die Wundheilungskaskade nicht fortgesetzt werden kann, weil die Mediatoren für die entsprechende Stimulation fehlen. Die Entzündung bleibt bestehen (persistiert). Gleichzeitig infiltrieren toxische Zerfallsprodukte von Gewebe und auch Bakterien das umliegende Wundgebiet, was einen weiteren Gewebsuntergang zur Folge hat und die Chronizität der Wunde unterhält.

Darüber hinaus stellt das nekrotische Gewebe einen idealen Nährboden für Keime dar, sodass mit zunehmender Nekrosenbildung die Wahrscheinlichkeit einer Wundinfektion steigt, die wiederum als die schwerste Wundkomplikation gravierende Störungen im Heilungsverlauf zur Folge haben und sogar lebensbedroh­liche Formen annehmen kann.

Es kann also nicht abgewartet werden, wie gut oder schlecht der betroffene Organismus mit dieser Kon­stellation fertig wird. Vielmehr sind die körpereigenen Reinigungsmechanismen der Autolyse durch externe Intervention, nämlich mit einem adäquaten Débridement zu unterstützen.

Indikationen wichtiger Débridement-Verfahren
Chirurgisches Débridement
entfernung von Nekrosen in OperationAbtragen von Nekrosen und Fibrinbelägen mithilfe von Skalpell, Kürette, Schere, scharfem Löffel oder Laser unter OP-Bedingungen bzw. stationär / ambulant; gilt als das schnellste und effektivste Débridement-Verfahren, weil „schlagartig“ alles aus der Wunde entfernt wird, was Infektionen fördert und die Heilung blockiert. Es ist dringlich erforderlich, wenn schwere Infektionen (Sepsis) bekämpft werden müssen, wobei die Durchführung im OP erfolgt.
Enzymatisches Débridement
Enzympräperat wir auf Wunde aufgetragenAblösen von Fibrinbelägen und dünnen nekrotischen Schichten (weniger von geschlossenen Nekrosen) durch verschiedene Enzympräparate; kann z. B. bei Wunden in Bereichen mit geringer Hautdicke (Gelenke, Handrücken) oder zur „Feinreinigung“ nach dem chirurgischen Débridement zur Anwendung kommen. Herstellerangaben zur indikationsgerechten Applikation sind zur Vermeidung von Anwendungsfehlern exakt zu beachten.
Mechanisches / physika­lisches Débridement
HydroClean wird auf Wunde aufgelegtAufweichen / Ablösen von Nekrosen und Fibrinbelägen durch die feuchte Wundbehandlung mithilfe hydroaktiver Wundauflagen; ist geeignet für alle sekundär heilenden, akuten und chronischen Wunden und Mittel der ersten Wahl, wenn ein chirurgisches Débridement aus patientenseitigen Gründen nicht möglich ist. Die Effizienz eines physikalischen Débridements ist abhängig vom Wirkprinzip der hydroaktiven Wundauflage.
Autolytisches Débridement
offene Wunde mit HydroCleanBezeichnet die Fähigkeit des Körpers, abgestorbene Körperzellen / Fremdkörper durch im Gewebe vorhandene Enzyme selbst aufzulösen. Die Freisetzung dieser körpereigenen Enzyme setzt jedoch ein feucht-warmes Wundmilieu voraus. Damit das autolytische Débridement wirksam werden kann, muss deshalb durch eine hydroaktive Wundauflage das adäquate Wundmilieu geschaffen werden. Hervorragend eignet sich dazu HydroClean.

Wichtiges zum Débridement

rachlich auch Wundtoilette – bezeichnet man die Sanierung des Wundbettes durch Entfernen nekrotischen und kontaminierten Gewebes, fibrinöser Beläge, Fremdkörpern und keimbelasteten Exsudats. Dem Begriff liegt das französische Wort „débrider“ für „abzäumen“ zugrunde, das medizinisch die Bedeutung von „einschneiden“ hat.

Vorrangiges Ziel des Débridements ist eine saubere, übersichtliche und gut durchblutete Wunde, damit die Heilung in Gang kommen kann. Es soll aber auch eine sichere Wundbeobachtung möglich werden, um eventuell auftretende Komplikationen frühzeitig zu erkennen. Durch die Entfernung kontaminierten oder infizierten Gewebes kann zudem eine Sekundärinfektion gesunden Gewebes bzw. das Fortschreiten einer Infektion verhindert werden, die sich andernfalls zu einer lebensbedrohenden Sepsis ausweiten könnte.

Im Falle der chronischen Wunde gilt noch eine besondere Zielsetzung: Hier soll ein Débridement im Idealfall dazu beitragen, pathophysiologische Wundverhältnisse in ein möglichst physiologisches Wundmilieu – ähnlich einer akuten Wunde – zu überführen.

Ein wichtiges Kriterium für die Wahl eines Débridement-Verfahrens ist die „Schnelligkeit“, mit der das Wundbett saniert werden kann. Unbestritten das „schnellste“ und effizienteste Verfahren ist das chirurgische Débridement, das allerdings bei chronischen Wunden häufig nicht durchführbar ist. Da chronische Wunden in der Mehrzahl multimorbide Alterspatienten betreffen, sind vielfältige Kontraindikationen zu berücksichtigen, beispielsweise eine Marcumar- bzw. Heparintherapie, Fieber oder Stoffwechselentgleisungen. Nicht selten verweigern Patienten aber auch die Einwilligung zum scharfen Débridement. Mittel der Wahl ist dann das mechanisch-physikalische Débridement, beispielsweise mit HydroClean, weil es schnell, schonend und einfach durchzuführen ist.

Unabhängig davon, welches Débridement-Verfahren bei chronischen Wunden zur Anwendung kommt, müssen aber gleichzeitig Blutversorgung und Mikrozirkulation im betroffenen Hautgebiet weitestgehend normalisiert werden, um die defizitäre nutritive Situation zu beheben, die zum Gewebsuntergang geführt hat. Praktisch bedeutet dies ein kausaltherapeutisches Vorgehen, d. h. die ulkusauslösenden Ursachen sind exakt zu diagnostizieren und adäquat zu behandeln.

Das Débridement mit HydroClean

Schneller Abbau von Nekrosen
Schneller Abbau von Nekrosen [1]
Basis für die ausgezeichnete Dédridementleistung von HydroClean ist der Saugkern aus superabsorbierendem Polymer (SAP), der mit Ringerlösung getränkt ist. Diese wird kontinuierlich an die Wunde abgegeben. Durch die permanente Zufuhr von Ringerlösung werden Nekrosen aufgeweicht, abgelöst und ausgespült. Gleichzeitig wird aber auch keimbelastetes Wundexsudat in das Wundkissen aufgenommen – aufgesaugt – und dort fest gebunden. Dieser Austausch – Ringerlösung wird abgegeben und Proteine werden aufgenommen – funktioniert, weil der Superabsorber des Wundkissens eine höhere Affinität, d. h. Vorliebe, für das proteinhaltige Wundexsudat besitzt als für die salzhaltige Ringerlösung. Hydro­Clean verfügt mit diesem einzigartigen, wirkstofffreien Saug-Spül-Mechanismus über wundheilungsfördernde Eigenschaften, die bisher von keiner anderen derzeit verfügbaren hydroaktiven Wundauflage erreicht wird.

Mit HydroClean schnell, schonend und einfach debridieren

Der einzigartige Saug-Spül-Mechanismus von HydroClean:
[1] Kontinuierliche Abgabe der Ringerlösung

[2] Aufnahme und sichere Bindung von ­Nekrosen, Fibrin, Bakterien und Exsudat

[3] Optimales Wundklima für einsetzenden und fortschreitenden Heilungsprozess

[4] Schmerzarmer Verbandwechsel:
Silikonstreifen verhindern das Verkleben mit der Wunde.

[5] Hydroaktive Spezialmatrix:
Superabsorber (SAP) enthält Ringer­lösung und bindet Exsudat, Bakterien und Nekrosen.

[6] Einfache Anwendung:
Beschriftung zeigt immer nach oben, leichtes Anmodellieren dank flexiblem Aufbau.

HydroClean reinigt schnell

Viele dokumentierte Behandlungsfälle zeigen, dass die hohe Reinigungswirkung von HydroClean schnell zum Tragen kommt. Nekrosen lösen sich häufig bereits in den ersten Tagen der Behandlung oder weichen so stark auf, dass sie leicht mechanisch entfernt werden können. Auch in einer Studie zeigte sich, dass Fibrinbeläge und nekrotisches Gewebe innerhalb der ersten 14 Tage um 56 % abgebaut werden konnte. Diese schnelle Reinigungswirkung von HydroClean ist insbesondere im Rahmen eines initialen Débridements und der Infektionsbekämpfung von hohem therapeutischen Nutzen.

HydroClean reduziert die Bakterienlast

Ohne Zusatz von Antiseptika sorgt HydroClean durch seinen einzigartigen Saug-Spül-Mechanismus für eine wirksame Infektionsbekämpfung: Alle infektionsfördernden bzw. -auslösenden Faktoren wie Beläge, Nekrosen, Bakterien und keimbelastetes Exsudat werden rasch in den Saug-Spülkern aus superabsorbierendem Polymer (SAP) aufgenommen, dort sicher gespeichert und damit inaktiviert. Der sichere Keimeinschluss gewährleistet auch Schutz vor riskanter Rekontamination, wie sie beispielsweise bei Mullverbandstoffen stattfinden kann.
Reduzierung der Bakterienlast von Pseudomonas aeruginosa
Reduzierung der Bakterienlast [2, 3, 4]

HydroClean reduziert MMPs

Ein Überschuss an Matrix-Metalloproteasen, der sich in den meisten chronischen Wunden findet, ist eine schwer zu behebende Wundheilungsstörung. Umso bedeutsamer ist das Vermögen von HydroClean, durch den Saug-Spül-Mechanismus auch zur Reduzierung von MMPs beizutragen. Dieser Effekt bewirkt, dass sich das pathophysiologische Wundmilieu in Richtung physiologisch hin normalisieren kann. In Untersuchungen wurde eine MMP-Reduktion von über 87 % durch HydroClean belegt.

HydroClean hält Wunden sicher feucht

Dass Wunden unter einem feuchten Wundmilieu schneller heilen als in einem trockenen, ist mittlerweile durch wissenschaftliche Grundlagenforschung hinreichend belegt. Unter den für die feuchte Wundbehandlung derzeit verfügbaren hydroaktiven Wundauflagen bietet HydroClean auch hier durch seinen einzigartigen Saug-Spül-Mechanismus ein optimales Wundklima für die Reinigung und Konditionierung der Wunde. Über die heilungsfördernden Effekte hinaus wirkt das feuchte Wundmilieu aber auch schmerzlindernd, sodass vor allem der schmerzgeplagte Patient in hohem Maße von einer Behandlung profitiert.

HydroClean fördert und unterstützt das autolytische Débridement

Das autolytische Débridement als körpereigener Reinigungsmechanismus basiert auf der Aktivität körpereigener Enzyme, deren Freisetzung durch ein feucht-warmes Wundmilieu gefördert wird. Und es ist wiederum der Saug-Spül-Mechanismus von HydroClean, der in der Wunde das optimale Klima für diese enzymatischen Aktivitäten schafft. Wichtig ist außerdem, dass die Wunde durch HydroClean ausgewogen feucht gehalten wird und keine Gefahr zur Ausbildung feuchter Kammern besteht, die kontraproduktiv das Infektionsrisiko erhöhen würden. Zusätzlich wird das autolytische Débridement durch die hohe Reinigungswirkung von HydroClean unterstützt: Keimbelastetes Exsudat, MMPs, nekrotisches Gewebe und Fibrin werden rasch in den Saugkörper aufgenommen und dort gebunden, was die körpereigene Autolyse wirkungsvoll entlastet.
Reaktivierung der Heilung durhc MMP-Reduktion und Saug-Spül-Wirkung
Reaktivierung der Heilung durch MMP-Reduktion und Saug-Spül-Wirkung [5]

HydroClean ist universell anwendbar

Hydroaktiv und wirkstofffrei ist HydroClean das Mittel der Wahl zum Débridement und zur Konditionierung einer Vielzahl von Wunden: infiziert und nicht infiziert, akut und chronisch – und insbesondere bei chronischen Problemwunden, bei denen ein chirurgisches Débridement nicht durchführbar ist.

Auch durch die individuellen Situationen bei den Patienten ergeben sich keine Kontraindikationen: Das Débridement mit HydroClean ist selektiv, da nur devitalisiertes Gewebe aufgeweicht und abgeräumt wird. Gesunde Zellen werden geschont. Zudem ist es „nebenwirkungsfrei“, was bei Alterspatienten mit chronischen Wunden im Hinblick auf deren potenziell erhöhte Allergiebereitschaft von hoher therapeutischer Relevanz ist. Und für den Patienten der wohl wichtigste Aspekt: Das Débridement mit HydroClean verursacht wenig oder gar keine Schmerzen.

HydroClean ist einfach anzuwenden

Das Débridement von chronischen Wunden kann zu einer echten Herausforderung werden. Ein Débridement-Verfahren, das sowohl Könnern als auch weniger Geübten ein sicheres und einfaches Arbeiten ermöglicht, ist deshalb in der Praxis von großem Wert. Ein Débridement mit HydroClean ist wie ein ganz normaler Verbandwechsel. Alles, was aus der Wunde raus muss, ist in HydroClean sicher gebunden und wird mit HydroClean aus der Wunde entfernt. Durch die Saug-Spül-Wirkung ist in den meisten Fällen auch keine zusätzliche Wundspülung erforderlich, was insbesondere in der ambulanten Wundbehandlung von großem Vorteil ist und Pflegezeit spart.

HydroClean – Basis der HydroTherapy

Das innovative Konzept der HydroTherapy hat zum Ziel, mit nur zwei Präparaten – HydroClean und HydroTac – Wunden aller Art über drei Wundheilungsphasen wirksam und einfach zu versorgen.

  • Schritt 1 zum Therapiebeginn: Das hydroaktive Wundkissen HydroClean debridiert, reinigt und aktiviert die Wunde durch den einzigartigen Saug-Spül-Mechanismus.
  • Schritt 2, wenn die Wunde durch HydroClean konditioniert ist und die Reepithelisierung beginnt: Der hydroaktive Schaumstoffverband HydroTac fördert die Granulation und beschleunigt durch seine AquaClear-Technologie den epithelialen Wundverschluss.

Quellen: [1] Humbert P., et al. on behalf of the CLEANSITE study group. Protease-modulating polyacrylate- based hydrogel stimulates wound bed preparation in venous leg ulcers a randomized controlled trial. Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology 2014; 28:12, 1742-50.; [2] Knestele, M (2004) The treatment of problematic wounds with Hydro­Clean plus - tried and tested over many years in clinical practice. HARTMANN Data on file; [3] Bruggisser, R. (2005). Bacterial and fungal absorption properties of a hydrogel dressing with a super­absorbent poly­mer core. J Wound Care 14, 438 -42; [4] Smola H.: Stimulation of epithelial migration - novel material based approaches. Presented at EWMA Congress, 2015, London. Data on file: in-vivio study, H. Smola; [5] Ousey, K. et al. The importance of hydration in wound healing: reinvigorating the clinical perspective Journal of Wound Care Vol 25, No 3, March 2016.