Nicht nur zur Grippezeit:
Impfschutz überprüfen

Mit der jährlichen Grippeimpfung kann man sich selbst, aber auch die einem anvertrauten Patienten und Bewohner vor einer Ansteckung schützen.

von  der HARTMANN Online-Redaktion
Mit ihrem Epidemiologischen Bulletin Nr. 35 hat die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) ihre aktualisierten Impfempfehlungen für 2017/2018 veröffentlicht. Die ausführlichen Beschreibungen und wissenschaftlichen Begründungen der aktualisierten Empfehlungen können unter www.rki.de eingesehen werden. Mitpubliziert sind auch Statistiken meldepflichtiger Infektionskrankheiten in Deutschland, nach Bundesländern gegliedert, die insbesondere für Tätige im Gesundheitswesen interessant sein dürften. Hier zwei wichtige aktualisierte Empfehlungen.

Die Impfungen gegen Hepatitis A und B werden von der STIKO jetzt auch für Personen empfohlen, die im Rahmen einer ehrenamtlichen Tätigkeit, einer Ausbildung oder eines Studiums einem ähnlich hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind, wie die bereits definierten Berufsgruppen.

Die Empfehlungen zur Tetanus-Postexpositionsprophylaxe wurden dahingehend abgeändert, dass bei sauberen, geringfügigen Wunden eine erneute Tetanus-Impfung nur dann empfohlen wird, wenn seit der letzten Impfung mehr als zehn Jahre vergangen sind. Diese Empfehlung steht im Einklang mit der Empfehlung einer routinemäßigen Auffrischung des Tetanus-Impfschutzes alle zehn Jahre.

Grippeschutzimpfung für medizinisches und pflegerisches Personal

Alle Jahre wieder rufen die verschiedenen Gesundheitsorganisationen wie auch das RKI zur Grippeschutzimpfung auf und weisen auf die Gefahren einer echten Grippe (Influenza) hin, die mit einer einfachen Erkältungskrankheit („grippaler Infekt“) nichts zu tun hat.

Viele Angehörige des medizinischen und pflegerischen Personals kennen zwar die Risiken durch eine Grippe, schätzen die Gefahren für sich selbst aber als gering ein. Dabei gehören sie durch die Vielzahl enger Kontakte mit Patienten, vor allem mit älteren, chronisch kranken oder immungeschwächten Personen sowie mit Menschen, die in Alten- und Pflegeheimen leben, aber auch mit deren Angehörigen selbst zur Risikogruppe mit einer erhöhten Gefahr einer Infektion mit Influenzaviren. Sie können aber auch die Virusgrippe übertragen, ohne es zu bemerken. Entweder weil die Grippe bei ihnen nur leicht verläuft oder sie keine typischen Krankheitszeichen verspüren. Eine Virusausscheidung ist jedoch schon vor Symptombeginn möglich.

Neben der Einhaltung gängiger Hygienemaßnahmen, wie z. B. Händewaschen bzw. Händedesinfektion, ist die Impfung gegen Influenza das wirksamste Mittel, dem Risiko einer Ansteckung zu begegnen.