Messen & Kongresse

Kongress Pflege 2017
setzte Maßstäbe

„Programm top, Atmosphäre wunderbar entspannt“, das war der Tenor der 1.700 Kongressteilnehmer, Referenten und Aussteller, die am 20. und 21. Januar auf dem Kongress von Springer Pflege das neue Fortbildungsjahr eröffnet haben.

von  der HARTMANN Online-Redaktion 16 Feb 2017

Von der Kongresseröffnung durch Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig bis zur abendlichen Kongressparty mit der Verleihung des Pflegemanagement-Awards stimmte einfach alles. Auch die PAUL HARTMANN AG als Hauptsponsor des Kongresses war mit dem Verlauf und „Start ins neue Fortbildungsjahr“ rundum zufrieden.

Der Kongress Pflege 2017 gilt als der größte Kongress in Deutschland für das mittlere Management in der Pflegebranche. Seit 22 Jahren ist die Veranstaltung eine Plattform für Pflegemanager und Pflegepolitiker, um zu Jahresbeginn pflegepolitische Impulse zu setzen. Dieses Jahr waren dabei einige Premieren zu verzeichnen. So hat Veranstalter Springer Pflege u.a. einen neuen Partner mit ins Boot geholt: Vincentz Network veranstaltete im Rahmen des Kongresses erstmals das Forum Altenpflege. „Damit ist die Altenpflege neben der Gesundheits- und Krankenpflege gleichwertig in den Kongress integriert“, betonte Falk H. Miekley, Director Professional Care bei Springer Pflege, in seiner Begrüßung. Dieser Schritt passt zur anstehenden Entscheidung über das Pflegeberufsgesetz, das Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege zu einer gemeinsamen Ausbildung zusammenführen soll.

Gesundheitspolitik für gemeinsame Ausbildung
und einheitliche Bezahlung

Manuela Schwesig
Eine Aufwertung des Pflegeberufs – vor allem auch eine Aufwertung der Altenpflege – ist ein großes Anliegen von Manuela Schwesig, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, und so wurde ihre Eröffnungsrede auf dem Kongress Pflege 2017 mit Spannung erwartet. In ihrer Rede sprach sich Schwesig dann eindeutig für das umstrittene Pflegeberufsgesetz aus. Der Pflegeberuf müsse aufgewertet werden – „und das fängt mit der Ausbildung an“. Mit einer gemeinsamen Ausbildung werde es auch zu einer einheitlichen Bezahlung kommen, führte Schwesig weiter aus. Bisher sind die Gehälter in der Altenpflege deutlich niedriger als in der Gesundheits- und Krankenpflege. Auch das in der Altenpflege übliche Schulgeld soll wegfallen. „Stattdessen gibt es eine ordentliche Ausbildungsvergütung.“ Die Ministerin will sich dafür einsetzen, dass das Pflegeberufsgesetz noch in dieser Legislaturperiode auf den Weg gebracht wird. „Alle 16 Bundesländer sind sich bisher einig: Wir brauchen dieses Gesetz“, so Schwesig.

Aktuelle Befragung aus der Altenpflege
weist auf dramatische Realität hin

Ein Stimmungsbild in der stationären Altenpflege hatte Kongresspartner Vincentz Network eingeholt. Die Ergebnisse der bundesweiten Online-Befragung unter 727 Pflegefachkräften wurden auf dem Kongress Pflege 2017 erstmals präsentiert. Im Fokus der Befragung steht das PSG II mit dem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff, das am 1. Januar 2017 in Kraft getreten ist. Monika Gaier, Chefredakteurin der Zeitschrift 'Altenpflege' aus dem Verlagshaus Vincentz, bezeichnete in ihrer Eröffnungsrede den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff als Zäsur – eine Zäsur, die nicht unbedingt eine Verbesserungen der Arbeitsbedingungen für die Pflegefachkräfte erwarten lässt.

So sind fast 90 Prozent der Befragten überzeugt, dass der Pflegeaufwand steigen wird, weil es in der stationären Pflege mehr Bewohner mit starken kognitiven Einschränkungen und Mehrfacherkrankungen geben wird. Gleichzeitig geben um die 90 Prozent der Fachkräfte an, schon heute zu wenig Zeit für die Belange der Bewohner zu haben. Die meisten haben das regelmäßige Gefühl, dem eigenen pflegefachlichen Anspruch nicht gerecht werden zu können. „Ohne Gegenmaßnahmen werden das PSG II und der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff die angespannte Situation weiter verschärfen“, warnt die Chefredakteurin.

Fortbildungsprogramm mit hochaktuellen Schwerpunkten

Zahlreiche Referenten sorgten an den beiden Tagen für ein interessantes und teilweise auch brisantes Fortbildungsprogramm mit vielen unterschiedlichen Themen aus der Pflegepraxis und damit assoziierten Bereichen wie Recht, Management, Bildung und Personal. Viele der Vortragspräsentationen können hier eingesehen werden. Die Referentinnen Elke Kuno und Manuela Müller der Paul Hartmann AG machten in ihren Vorträgen auf das Problem der inkontinenz-assoziierten Dermatitis (IAD) aufmerksam.

Kongressparty sorgt für beste Stimmung

Nach der „Arbeit“ kam aber auch das Vergnügen nicht zu kurz: am Abend des ersten Kongresstages wurde bei der Kongressparty im ZDF-Hauptstadtstudio wieder der Pflegemanagement-Award verliehen. Erstmals in zwei Kategorien: Der Award „Pflegemanager des Jahres“ ging an Josef Hug, als „Nachwuchs-Pflegemanager des Jahres“ wurde Daniel Centgraf ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch.

Die Kongressleitung bedankte sich auch herzlich bei den Sponsoren: bei der Paul Hartmann AG als Hauptsponsor des Kongresses, bei der ZeQ AG als Hauptsponsor der Preisverleihung und bei der Fresenius Kabi Deutschland GmbH als Sponsor der Preisverleihung.

Es lohnt sich, schon heute das Datum für den nächsten Kongress vorzumerken: Der Kongress Pflege 2018 findet am 19. und 20. Januar 2018 statt.