Deutscher Pflegerat: Der neue Präsident Franz Wagner nimmt
Politik in die Pflicht

Kaum im Amt, hat der neue Präsident des Deutschen Pflegerates, Franz Wagner, die Politiker aufgefordert, für spürbare Verbesserungen der Arbeitsbedingungen beruflich Pflegender zu sorgen.

von  der HARTMANN Online-Redaktion
Der Deutsche Pflegerat hat mit Franz Wagner einen neuen Präsidenten. Gewählt wurde dieser am 15. September 2017 von der Ratsversammlung des Deutschen Pflegerats e. V. (DPR). Die Amtsperiode beträgt vier Jahre. Die Wahl zum Präsidenten erfolgte einstimmig. Der bisherige DPR-Präsident, Andreas Westerfellhaus, konnte sich satzungsgemäß nicht mehr zur Wahl stellen.
 
DPR-Präsident Franz Wagner äußerte sich direkt im Anschluss zu seiner Wahl: „Ich freue mich auf mein Amt als Präsident des Deutschen Pflegerats und danke meinem Vorgänger, Andreas Westerfellhaus, für die wichtigen Weichen, die er für die professionell Pflegenden in den letzten acht Jahren gestellt hat.
 
Das Thema Pflege und Pflegeberufe ist inzwischen in der Politik angekommen. Bei den beruflich Pflegenden ist aber davon noch kaum etwas zu spüren. Darauf haben wir in den vergangenen Jahren als Deutscher Pflegerat immer wieder hingewiesen. Es ist dringend an der Zeit, dass sich die Arbeitssituationen der Pflegefachpersonen deutlich verbessern. Wir brauchen eine Kehrtwende in der Frage, wie wir in unserer Gesellschaft mit den professionell Pflegenden umgehen. Denn sie sind es, in deren Hände die heutige und die Pflege der Zukunft liegt.“

So erwartet der Deutsche Pflegerat von der künftigen Bundesregierung ein deutliches Signal und konkrete Vereinbarungen für eine spürbare Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Menschen, die in der Pflege im Krankenhausbereich, bei den Hebammen sowie in der Altenpflege und Kinderkrankenpflege arbeiten.

 
Franz Wagner ist neuer Präsident des Deutschen Pflegerats e. V. (DPR)*
 

Im Vorfeld der anstehenden Koalitionsverhandlungen zu einer neuen Bundesregierung betonte Franz Wagner, der neue Präsident des Deutschen Pflegerates, am 13. Oktober in Berlin: „In der Gesundheitsversorgung und in der Pflege sind die Pflegefachpersonen die am meisten unterschätzte Ressource. Für eine zunkunftsfeste und sichere Patientenversorgung sind sie jedoch unabdingbar. Ohne sie ist eine gute Versorgung nicht möglich.

Wir nehmen daher die Bundeskanzlerin in die Pflicht, ihre Erkenntnisse und Bekenntnisse vor der Bundestagswahl für bessere Arbeitsbedingungen und eine bessere Bezahlung des Pflegepersonals jetzt in Taten umzusetzen. Die Pflege ist ein so wichtiges Theam, dass sowohl die Pflegebedürftigen als auch die Menschen, die in der Pflege arbeiten, zur „Chefinnensache“ gemacht werden müssen.

Das Thema Pflege muss in den Koalitionsverhandlungen mit höchster Priorität behandelt werden. Es ist dringend erforderlich, in einer Gesamtschau die anstehenden Herausforderungen zu diskutieren und gangbare Lösungen zu entwickeln. Wir brauchen dringend Investitionen in die Qualifizierung für den Pflegeberuf und einen Neuzuschnitt der Aufgaben, die von Pflegefachpersonen wahrgenommen werden sollen. Die Umsetzung der Bildungsreform sowie der Pflegeberufereform sind existenziell für eine gute Pflege.

Umgehend brauchen wir eine sachgerechte Personalbemessung und wirksame Mittel gegen den Fachkräftemangel. Das sind bessere Arbeitsbedingungen, mehr Eigenverantwortung, mehr Mitarbeiter, eine bessere Bezahlung sowie ein besserer Qualifikationsmix.“

Hintergrund:

Franz Wagner steht als neuer Präsident des Deutschen Pflegerats für die Anerkennung und die Mitsprache der Profession Pflege. Diese sieht er als zentrale Leistungsträger im Gesundheitswesen und in der Pflege an. Ohne diese ist eine qualitativ hochwertige Leistungserbringung nicht möglich.
Neben der Wahl von Franz Wagner zum Präsidenten des Deutschen Pflegerats wurde turnusgemäß das gesamte Präsidium des Deutschen Pflegerats neu besetzt. Von der Ratsversammlung gewählt wurden Irene Maier (Vize-Präsidentin), Christine Vogler (Vize-Präsidentin),  Andrea Lemke (Präsidiumsmitglied), Yvonne Bovermann (Präsidiumsmitglied), Birgit Pätzmann-Sietas (Präsidiumsmitglied) und Rolf Höfert (Präsidiumsmitglied).
 

Ansprechpartner:

Franz Wagner
Präsident des Deutschen Pflegerats
 
Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)
Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin
 
Telefon: (0 30) 398 77 303
Telefax: (0 30) 398 77 304
 
E-Mail: presse@deutscher-pflegerat.de
Internet: http://www.deutscher-pflegerat.de/

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