HARTMANN auf Wachstumskurs

HARTMANN GRUPPE investiert in die Zukunft

Heidenheim, 09.08.2017. Die HARTMANN GRUPPE, ein international führender Anbieter von Medizin- und Pflegeprodukten, hat den Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2017 gegenüber dem Vorjahr um 3,4 % auf 1.006,8 Mio. EUR gesteigert und damit auf Halbjahressicht erstmals die Milliardengrenze überschritten. Das erwartungsgemäß verhaltenere Wachstum im zweiten Quartal ist unter anderem auf Sortimentsumstellungen im Zusammenhang mit anstehenden Markteinführungen im Segment Inkontinenzmanagement zurückzuführen. Aufgrund von Wachstumsinvestitionen, die sich vor allem im höheren Aufwand für Vertrieb und Marketing widerspiegeln, sowie höherer Rohstoffkosten und regulatorischer Aufwendungen, verringerte sich das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) leicht auf 65,4 Mio. EUR (Vorjahr 68,6 Mio. EUR). Das Konzernergebnis liegt mit 45,4 Mio. EUR dennoch auf Vorjahreshöhe (45,3 Mio. EUR).

„Wir investieren in Leuchtturm-Projekte wie beispielsweise die Veroval® Diagnostikgeräte, die für die zukünftige Positionierung unserer Segmente entscheidend sind“, sagt Chief Executive Officer Andreas Joehle. „Hierfür nehmen wir den vorübergehenden leichten Rückgang der EBIT-Marge in Kauf. Zusätzlich ermöglicht uns unsere gute Finanzausstattung auch gezielte Akquisitionen, wie mit der erfolgreich abgeschlossenen Übernahme der Lindor-Aktivitäten in Spanien und Portugal unter Beweis gestellt.“

Wachstum im Wund- und Infektionsmanagement

HARTMANN konnte den Umsatz in allen Absatzmärkten steigern. In Europa erreichte der Konzern einen Umsatzanstieg von 2,7 %, wozu Deutschland mit einer Wachstumsrate von 4,1 % überproportional beitrug. In den nichteuropäischen Ländern betrug das Umsatzplus, auch begünstigt durch positive Währungseffekte, 8,5 %. Organisches Wachstum wurde hier vor allem in Afrika, Asien und Ozeanien erzielt.
Das Umsatzwachstum in den drei medizinischen Kernsegmenten, die im ersten Halbjahr 2017 einen Anteil von 78,8 % am Gesamtumsatz der HARTMANN GRUPPE hatten, wurde wesentlich durch innovative Behandlungs- und Diagnostikkonzepte vorangetrieben.

Im Segment Wundmanagement stieg der Umsatz um 5,7 % auf 224,4 Mio. EUR, wozu insbesondere das Behandlungskonzept HydroTherapy und vorkonfektionierte Wundversorgungs-Sets beitrugen. Die im zweiten Quartal eingeführte Veroval® Diagnostik Geräteserie stieß auf starke Nachfrage seitens der Apothekenkunden und trug zum Wachstum des Bereichs Personal Health Care bei.

Das Segment Inkontinenzmanagement verzeichnete mit 319,5 Mio. EUR einen Umsatz auf Vorjahresniveau. Der kräftige Umsatzanstieg bei MoliCare Mobile konnte Einbußen bei klassischen Produkten für die mittelschwere und schwere Inkontinenz weitgehend ausgleichen. Das zum 30. Juni 2017 erworbene Lindor-Geschäft wird ab dem dritten Quartal zum Umsatz beitragen.

Der Umsatz im Segment Infektionsmanagement erhöhte sich um 5,3 % auf 249,7 Mio. EUR. Hierzu trugen weiterhin die strategischen Initiativen zur Verbesserung der Hygiene-Compliance bei der Hände- und Oberflächendesinfektion bei.

Bei den weiteren Konzernaktivitäten nahmen die Umsatzerlöse um 3,7 % auf 213,2 Mio. EUR zu.

Solides EBIT trotz Wachstumsinvestitionen und steigender Rohstoffkosten

Dem positiven Umsatzeffekt, unterstützt durch Einsparungen in Logistik und Produktion, stand eine insgesamt überproportionale Zunahme des Aufwands für Vertrieb und Marketing gegenüber. Darüber hinaus wirkten sich die Entwicklung der Absatzpreise, steigende Rohstoffkosten und die Umsetzung der neuen Medizinprodukteverordnung (MDR) negativ aus. Die EBIT-Rendite lag daher mit 6,5 % unter dem Vorjahreswert (7,0 %).

Anhaltend solide Finanzlage

Im Zusammenhang mit der Finanzierung der Akquisition von Lindor ging der Nettofinanzstatus auf -18,4 Mio. EUR zurück. Im Zuge der guten Liquiditätsentwicklung erwarten wir bis zum Jahresende wieder positive Werte. Die Eigenkapitalquote nahm im Vergleich zur Jahresmitte 2016 auf 57,4 % zu.

Mitarbeiterzahl bleibt nahezu konstant

Zum Ende des ersten Halbjahres arbeiteten weltweit 10.519 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der HARTMANN GRUPPE, 147 Personen mehr als zum Ende des Vorjahres.

Moderates Umsatz- und EBIT-Plus weiterhin erreichbar

Die HARTMANN GRUPPE rechnet für das laufende Jahr, wie im Geschäftsbericht 2016 prognostiziert, weiterhin mit einem moderaten Umsatzanstieg und einem ebenfalls moderaten Plus beim EBIT. Dies setzt allerdings voraus, dass es nicht zu einer fortgesetzten negativen Preisentwicklung bei einigen Rohstoffen in der zweiten Jahreshälfte kommt. Auch die mit der Umsetzung von MDR verbundenen regulatorischen Kosten, die uns im zweiten Halbjahr und darüber hinaus begleiten werden, stellen Herausforderungen dar.
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HARTMANN GRUPPE investiert in die Zukunft

Die HARTMANN GRUPPE, ein international führender Anbieter von Medizin- und Pflegeprodukten, hat den Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2017 gegenüber dem Vorjahr um 3,4 % auf 1.006,8 Mio. EUR gesteigert und damit auf Halbjahressicht erstmals die Milliardengrenze überschritten.
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HARTMANN Press Jeremy Whittaker