Frau mit Kind

Hilfe direkt vor Ort: HARTMANN
und Care in Kenia

Bereits seit 2015 kooperieren HARTMANN und die Hilfsorganisation Care, um mit Projekten in aller Welt Tausenden Menschen Zugang zu Gesundheitsleistungen zu ermöglichen – so wie jetzt in Kenia.

von  der HARTMANN Online-Redaktion
Breits im zweiten Jahr befindet sich die Partnerschaft zwischen HARTMANN und der international engagierten Hilfsorganisation Care. 2016 kamen sechs HARTMANN Mitarbeiter in Bolivien zum Einsatz und halfen unter anderem beim Bau des neuen Gesundheitszentrums in Challa K’Asa mit. Mit dieser Partnerschaft möchte HARTMANN innerhalb von drei Jahren finanziell, personell und mit fachlicher Expertise verschiedene Gesundheitsprojekte von Care in Schwellen- oder Entwicklungsländern fördern.

Aktuell liegt der Fokus auf Kenia. In der Region Kisumu County, am östlichen Rand des Victoria-Sees, halfen die Freiwilligen vor allem bei Schulungen von medizinischem und pflegerischem Fachpersonal. Die Projektmaßnahmen erreichen rund 13.000 Menschen direkt.

Im März reisten Niki Brandt (HARTMANN Südafrika), Fiona Monaghan (HARTMANN Australien), Kai Weller und Christine Bloch (beide PAUL HARTMANN AG) für einen sechstägigen Aufenthalt nach Kisumu, um einen Eindruck über die gesundheitliche und medizinische Situation in Kisumu zu erlangen und durch einen gezielten Wissensaustausch eine nachhaltige Verbesserung der Gesundheitslage anzustoßen. Während der ersten Hälfte der Reise inspizierten die vier Mitarbeiter vier Gesundheitszentren und führten umfangreiche Gespräche mit den leitenden Ärzten sowie dem behandelnden Personal. 

Workshops vor Ort

HARTMANN und Care in Kenia
Nachdem Klarheit über die existierenden Heil- und Behandlungspraktiken bestand, übernahmen die HARTMANN-Mitarbeiter in der zweiten Hälfte der Reise die Initiative in Form von interaktiven Workshops für das lokale Gesundheitspersonal. Hier wurden vor allem Kenntnisse aus den Bereichen Wundbehandlung, Hygiene und Desinfektion vermittelt und ausgetauscht. Beispielsweise wurden fiktive Wunden unter der Hilfestellung eines HARTMANN-Mitarbeiters behandelt. 

„Die Nachfrage an Informationen ist groß und der Lerneffekt für das einheimische Personal hoch. Zugleich schärfen auch wir HARTMANN-Mitarbeiter unser Wissen über lokale Ansätze und bestehende Problematiken“, sagt Christine Bloch, Medical Trainer
bei der PAUL HARTMANN AG und zuständig für Seminare und Trainings zu Wundbehandlung und Hygiene.

Christine Bloch war bereits im November 2016 gemeinsam mit Care-Mitarbeitern vor Ort, um den Aufenthalt des Teams vorzubereiten. „Ich war beeindruckt von der Flexibilität und Kreativität der Einwohner,“ sagt Bloch. „Es herrscht ein großes Verständnis für gesundheitliche Zusammenhänge. Auch das Wissen über ambulante Behandlungsmethoden ist bei den einheimischen Gesundheitsexperten enorm.“

Sich den Herausforderungen stellen

HARTMANN und Care in Kenia
Die größten gesundheitlichen Herausforderungen in Kenia sind Aids, Tuberkulose und Malaria. Medikamente, die helfen können, gibt es selten oder sie sind für die meisten Menschen viel zu teuer. Gerade deshalb ist es so wichtig, die Gesundheit der Menschen zu erhalten. Oder bereits eingetretene Gesundheitsschäden möglichst früh zu erkennen und passend zu behandeln. „Das Ziel lautet: Gesundheit erhalten und somit die Überlebenschancen der heranwachsenden Generationen erhöhen“, so Bloch. Auf eine ganz konkrete Frage hofft sie, von den kenianischen Gesundheitsexperten eine Antwort zu erhalten: „Wie kann man bei schwarzer Haut erkennen, ob sie gut durchblutet ist?“

Ende des Jahres werden drei weitere Mitarbeiter von HARTMANN nach Kenia reisen, um den begonnenen Wissensaustausch weiterzuführen und die Nachhaltigkeit des Projektes sicherzustellen. Denn „gemeinsam mit Care können wir viel bewirken: Mit der medizinischen Expertise unserer Mitarbeiter Menschen helfen, voneinander lernen und so die Gesundheitsversorgung weltweit verbessern", fasst HARTMANN-CEO Andreas Joehle das Engagement zusammen.