Presse-Information zum dritten Quartal 2017

HARTMANN weiter auf Wachstumskurs

Dynamischer Cashflow führt zu positivem Nettofinanzstatus – Konzernumsatz trotz schwieriger Marktsituation gesteigert

Die HARTMANN GRUPPE, ein international führender Anbieter von Medizin- und Pflegeprodukten, konnte den Konzernumsatz in den ersten neun Monaten 2017 trotz einer schwierigen Marktsituation gegenüber dem Vorjahr um 3,2 % auf 1.514,7 Mio. EUR steigern. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) in Höhe von 93,3 Mio. EUR (Vorjahr 103,5 Mio. EUR) war durch hohe regulatorische Kosten und den derzeit sehr hohen Preisdruck auf den Märkten für Medizin- und Pflegeprodukte belastet. Das Konzernergebnis lag mit 63,6 Mio. EUR um 6,7 % unter dem Vorjahresergebnis (68,2 Mio. EUR).

„Die im Vergleich zum Vorjahr rückläufige EBIT-Marge reflektiert unsere derzeitigen Anstrengungen zur Zukunftssicherung und einer noch widerstandsfähigeren Aufstellung von HARTMANN“, sagt Chief Executive Officer Andreas Joehle. „Hierzu zählt die vollständige Umsetzung der europäischen Medizinprodukteverordnung genauso wie Aufwendungen für die Integration von Lindor – oder die Entwicklung und Markteinführung innovativer Produkte und Gesundheitskonzepte.“

Wachstum im Wund- und Infektionsmanagement

HARTMANN konnte den Umsatz in allen Absatzmärkten steigern. In Europa erreichte der Konzern einen Umsatzanstieg von 2,8 %, wobei Deutschland, der weiterhin wichtigste Einzelmarkt, mit einer Wachstumsrate von 2,7 % eine ähnlich hohe Wachstumsdynamik zeigte wie das europäische Ausland. Außerhalb Europas lag das Umsatzplus bei 6,3 %. Organisches Wachstum wurde hier vor allem in Afrika, Asien und Ozeanien erzielt.

Das Umsatzwachstum in den drei medizinischen Kernsegmenten, die in den ersten neun Monaten 2017 einen Anteil von 78,8 % am Gesamtumsatz der HARTMANN GRUPPE hatten, wurde wesentlich durch innovative Behandlungs- und Diagnostikkonzepte vorangetrieben.

Im Segment Wundmanagement stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 4,3 % auf 338,2 Mio. EUR, wozu insbesondere das Behandlungskonzept HydroTherapy und vorkonfektionierte Wundversorgungs-Sets beitrugen. Der dem Segment zugeordnete Bereich Personal Healthcare erzielte ebenfalls ein Umsatzplus, das auch im dritten Quartal auf höheren Absätzen mit Veroval® Selbsttests und der Veroval® Diagnostik Geräteserie beruhte.

Das Segment Inkontinenzmanagement steigerte den Umsatz um 1,9 % auf 490,2 Mio. EUR.
Der Umsatz im Segment Infektionsmanagement erhöhte sich um 3,7 % auf 365,2 Mio. EUR. Der organische Umsatzanstieg von 3,2 % beruhte vorwiegend auf Absatzerfolgen bei der Oberflächen- und der Händedesinfektion im Zusammenhang mit den Maßnahmen des Segments zur Verbesserung der Hygiene-Compliance in Kliniken und Pflegeeinrichtungen.

Bei den weiteren Konzernaktivitäten erhöhten sich die Umsatzerlöse um 3,5 % auf 321,1 Mio. EUR.

Regulatorische Kosten und Preisdruck belasten EBIT-Marge

Dem positiven Umsatzeffekt, unterstützt durch Einsparungen in Logistik und Produktion, stand ein anhaltend hoher Preisdruck auf den Absatzmärkten der HARTMANN GRUPPE entgegen, ebenso wie höhere regulatorische Aufwendungen, die in erster Linie aus der Um¬setzung der im Mai eingeführten Medical Device Regulation (Medizinprodukteverordnung) resultieren. Das EBIT der HARTMANN GRUPPE verringerte sich gegenüber dem Vorjahr (103,5 Mio. EUR) um 9,9 % auf 93,3 Mio. EUR. Dies entsprach einer EBIT-Marge von 6,2 % nach 7,1 % im Neunmonatszeitraum 2016.

Dynamischer Cashflow führt zu positivem Nettofinanzstatus

Der Nettofinanzstatus betrug zum 30. September 2017 22,6 Mio. EUR. Damit konnte trotz der Auszahlung für die Lindor-Akquisition auf Grund des erfreulichen operativen Cashflows wiederum ein positiver Wert ausgewiesen werden. Die Eigenkapitalquote lag zum Quartalsstichtag bei 57,8 %.

Mitarbeiter

Aufgrund der Akquisition und Übernahme des Lindor-Geschäfts zum 30. Juni 2017 sowie der Ausweitung der Produktionskapazitäten in Indien nahm die Anzahl der Mitarbeiter auf 10.782 zum Ende des dritten Quartals zu.

EBIT-Entwicklung / Moderates Umsatz-Plus geplant

Die im Vergleich zum Vorjahr höheren regulatorischen Kosten stellen weiterhin eine Herausforderung dar. Die Umsetzung der Medizinprodukteverordnung wird auch im vierten Quartal und darüber hinaus spürbare Aufwendungen nach sich ziehen, unter ande¬rem wegen der deutlich ausgeweiteten technischen Dokumentationen sowie höherer Anforderungen an klinische Bewertungen. Auch der weiter angezogene Preisdruck in den Segmenten der HARTMANN GRUPPE und das unter den Erwartungen liegende Wachstum in den Vereinigten Staaten wirken sich ergebnisbelastend aus. Daher hat der Vorstand das Ergebnisziel im September leicht nach unten angepasst und erwartet für das Gesamtjahr 2017 ein leicht unter dem Vorjahreswert liegendes EBIT. Dabei geht HARTMANN nach Einschätzung des Vorstands weiterhin von einem moderaten Umsatzanstieg aus. Der Nettofinanzstatus soll zum Jahresende 2017 den Stand zum Quartalsstichtag übertreffen.
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HARTMANN weiter auf Wachstumskurs

Die HARTMANN GRUPPE, ein international führender Anbieter von Medizin- und Pflegeprodukten, konnte den Konzernumsatz in den ersten neun Monaten 2017 trotz einer schwierigen Marktsituation gegenüber dem Vorjahr um 3,2 % auf 1.514,7 Mio. EUR steigern.

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