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Bei HARTMANN

Ein Model mit Vorbildfunktion

Wie ein tschechisches Supermodel leidenschaftliche Fürsprecherin für ältere Menschen wurde – und dazu beitrug, das Thema Inkontinenz aus der Tabuzone zu holen.

Dass eine ehemalige Miss World eine führende Rolle als Unterstützerin älterer Menschen im Umgang mit dem Thema Inkontinenz einnimmt, ist eher ungewöhnlich. Aber genau das hat Tatiana Gregor Brzobohata sich als Teil ihres Einsatzes für die älteren Menschen in ihrer Heimat Tschechien und über die Landesgrenzen hinaus zur Aufgabe gemacht.

Tatiana ist seit zwei Jahren Markenbotschafterin für HARTMANN in der Tschechischen Republik und in der Slowakei. Der Wunsch, sich für benachteiligte ältere Menschen einzusetzen, entstand in den Monaten gleich nach ihrer Wahl zur Miss World im Jahr 2006 mit gerade einmal 18 Jahren.

In dieser Zeit nutzte sie ihre frisch erlangte Berühmtheit, um verschiedene hochkarätige Wohltätigkeitsorganisationen zu unterstützen und über 10 Millionen US-Dollar an Spenden zu sammeln. Mit der Zeit wurde ihr aber immer deutlicher bewusst, dass eine wichtige Personengruppe keinerlei Beachtung fand: ältere Menschen.

„Ich konnte dank meines Titels als Miss World hilfsbedürftigen Kindern, Menschen, die an Krankheiten oder unter Behinderungen litten, und auch denjenigen, die aufgrund von Armut, Katastrophen oder Kriegen in Not geraten waren, helfen“, erinnert sie sich. „Ich hatte aber den Eindruck, dass den Bedürfnissen älterer Menschen nicht annähernd ausreichend Beachtung geschenkt wird.“

Supermodel und Menschenfreundin

Daher gründete Tatiana im Jahr 2008, parallel zu ihrer Karriere als Supermodel, ihre Stiftung Beauty of Help, um ältere Menschen in der Tschechischen Republik zu unterstützen.

Die Stiftung bietet praktische Unterstützung im Alltag, dazu gehören auch gut ausgebildete Sozialarbeiter, damit ältere Menschen in ihrem Zuhause bleiben können und nicht gezwungen sind, ins Pflegeheim zu ziehen. Die Stiftung hat zudem Programme entwickelt, die Unternehmen überzeugen sollen, auch ältere Menschen einzustellen und Jüngere dazu ermuntern sollen, ältere Menschen in ihrem direkten Umfeld zu besuchen.

Als Gesicht der Wohltätigkeitsorganisation wirbt Tatiana bei Politikern und in der breiten Öffentlichkeit in ihrer Heimat Tschechien sowie auf der internationalen Bühne für mehr Bewusstsein für die Bedürfnisse älterer Menschen.

Vor Kurzem wandte sie sich im Rahmen hochrangiger Sitzungen der Vereinten Nationen (UN) an ältere Politiker aus aller Welt. Dabei hob sie die Herausforderungen schnell alternder Bevölkerungen weltweit hervor und warb für eine positive Haltung gegenüber älteren Menschen. Im vergangenen Jahr repräsentierte Tatiana tschechische Nichtregierungsorganisationen in einer Tagung der UN zu deren nachhaltigen Entwicklungszielen. Später dieses Jahr wird sie an einer großen UN-Konferenz zum Thema Bevölkerungsalterung teilnehmen.

Den Kontakt zu älteren Menschen halten

Tatiana with elderly czech woman

Trotz all dieser Verpflichtungen findet Tatiana immer noch genügend Zeit für den direkten Kontakt mit Angehörigen der älteren Generation: „Ich möchte gerne wissen, was älteren Menschen am wichtigsten ist. Oft ist es die Eigenständigkeit, die sie auch mit zunehmendem Alter wahren möchten. Auf diesen Erkenntnissen beruht die Arbeit der Stiftung.

Außerdem liebe ich es einfach, Zeit mit diesen Menschen zu verbringen. Ich höre mir gerne ihre Geschichten an und lache gemeinsam mit ihnen. Diese Begegnungen machen unsere Arbeit unglaublich wertvoll.“

Erst durch ihren Kontakt zu älteren Menschen wurde Tatiana bewusst, wie viele von ihnen unter Inkontinenz leiden. „Das kann auf das Leben eines Menschen große Auswirkungen haben, völlig unabhängig von seinem Alter“, so Tatiana. „Für die meisten ist es ein sehr peinliches Problem und oftmals zögern die Betroffenen, nach der Hilfe zu bitten, die sie eigentlich benötigen.“

Bruch mit dem Tabu beim Thema Inkontinenz

„Ich habe in der Öffentlichkeit über die Probleme im Zusammenhang mit Inkontinenz gesprochen. Danach haben einige ältere Menschen mir gesagt, dass ihnen das sehr dabei geholfen hat, offener mit diesem Thema umzugehen.“

„Ich ermutige die Menschen, sich ihrem Arzt anzuvertrauen, damit sie geeignete Medikamente und Produkte bekommen. Das allein kann schon so viel bewirken.“

Denselben Enthusiasmus zeigt Tatiana, wenn sie über den Nutzen von Übungen zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur spricht. „Die Übungen können ganz einfach sein. Fast jeder kann sie ausführen. Sie können bei der Kontrolle der Inkontinenz von großer Hilfe sein – und sogar eine Vorbeugungsmaßnahme. Unsere Sozialarbeiter bringen den Betroffenen die für sie besten Übungsmethoden bei“, so Tatiana.

Unerschütterlicher Einsatz

Zehn Jahre nach der Gründung ihrer Stiftung ist Tatianas Einsatz für die Belange älterer Menschen noch immer unerschütterlich.

„Ich bin in Tschechien auf dem Land aufgewachsen und hatte als junges Mädchen das unglaublich große Glück, sehr viel Zeit mit meinen Großeltern und sogar meinen Urgroßeltern verbringen zu können“, erinnert sie sich. „Sie hatten großen Einfluss auf meine Erziehung und die meiner Geschwister. Ich glaube, dass diese Erfahrung meine Empathie für die ältere Generation mitgeprägt hat. Ich möchte mich auch weiterhin dafür einsetzen, ihr Leben zu verbessern – solange mir das irgendwie möglich ist.“