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Delegation ärztlicher Leistungen – der BVMed gibt Tipps

In einem kompakten Infoblatt gibt der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) wertvolle Tipps zur Delegation ärztlicher Leistungen – auch in der Wundversorgung

von der HARTMANN Online-Redaktion

Die Delegation ärztlicher Leistungen beinhaltet ärztlich angeordnete Hilfeleistungen, die Praxisassistenten in der hausärztlichen Praxis, in der Häuslichkeit des Patienten, in Alten- und Pflegeheimen oder in anderen beschützenden Einrichtungen in Abwesenheit des Vertragsarztes auf dessen Anordnung erbringen. Details sind in der kassenärztlichen Versorgung durch § 28 Abs. 1 Satz 3 SGB V festgelegt.


Aktuelle Rechtsgrundlage für die derzeitigen Delegationsmodelle ist eine zwischen Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und GKV-Spitzenverband geschlossene Vereinbarung. Sie regelt die fachlichen Anforderungen und welche ärztlichen Leistungen das nichtärztliche Personal erbringen darf. Die Leistungen sind beispielhaft in einem Katalog aufgeführt. Ausdrücklich wurde festgelegt, dass allein der Vertragsarzt entscheidet, ob und an wen er eine Leistung delegiert. Die Leistungen sind nicht mengenbegrenzt. Zusätzlich wurden auch für den fachärztlichen Bereich Delegationsleistungen in den EBM aufgenommen. Eine Genehmigung durch die Kassenärztliche Vereinigung ist erforderlich.

Die Delegation ist auch finanziell für den Hausarzt interessant, denn seit Januar 2017 gibt es mehr Geld, wenn eine Praxisassistentin beschäftigt wird. Weiterhin wurde die Vergütung der Hausbesuche durch nichtärztliche Praxisassistenten angehoben. Außerdem wurde der EBM um neue berechnungsfähige Delegationsleistungen erweitert.

Alle Details samt EBM-Nummern und Links zu den Mantelverträgen finden sich im BVMed-Newsletter "MedTech ambulant".