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Varolast® Plus – Der Zinkleimverband mit dem Plus ...

Einfaches Anlegen, feucht-sämige Haptik, perfekter Sitz: Das ist Varolast® Plus von HARTMANN. Die gebrauchsfertige Zinkleimbinde ist immer dann einsetzbar, wenn effiziente Anwendung, feste Unterstützung und umgehende Mobilisierung für schnelle Therapieerfolge gefragt sind.

von der HARTMANN Online-Redaktion
Composing aus Verpackung und Inhalt Varolast Plus

Der klassische „gestrichene“ Zinkleimverband nach Professor Una (1850 – 1929) hat die Geschichte der Verbandbehandlung bei Venenleiden und bei Schädigungen des Haltungs- und Bewegungsapparates entscheidend mitgeprägt. Für das Anlegen wurde erwärmter Zinkleim direkt auf die Haut gepinselt und das Bein dann mit Mullbinden eingebunden.

Diese Technik, von Spezialisten bei speziellen Indikationen immer noch praktiziert, wurde von HARTMANN mit verschiedenen Generationen gebrauchsfertiger Zinkleimbinden so vereinfacht, dass das Anlegen eines hochwirksamen Zinkleimverbandes auch von weniger Geübten bewältigt werden kann: Am Anfang dieser Entwicklung stand die gebrauchsfertig imprägnierte Zinkleimbinde Varix, bei der die Erwärmung des Zinkleims entfallen konnte. Die Binde musste jedoch auch hier entsprechend der klassischen Anlegetechnik immer wieder abgeschnitten und neu angesetzt werden, wenn sie sich der Beinform glatt und faltenfrei anlegen sollte.

Die nächste Verbesserung hieß Varolast®. Varolast® hatte ein längs- und querelastisches Trägergewebe und war auch an schwierigen anatomischen Übergängen einfach anzulegen.

Varolast Plus® – die jüngste Generation

Abbildung leicht abgewickeltes Varolast Plus

Abgelöst wird Varolast® nunmehr von der in Längsrichtung dehnbaren Zinkleimbinde Varolast® Plus, in der die lange Erfahrung in der Entwicklung gebrauchsfertiger Zinkleimbinden eingeflossen ist. Ähnlich einer Kurzzugbinde ermöglicht Varolast® Plus eine exakte Bindenführung ohne Ein- oder Abschneiden. Dadurch verbessern sich die hydrostatischen Verhältnisse, weil die mit Varolast® Plus mögliche, kontinuierliche Tourenführung eine dem Palpationsbefund adäquate Druckverteilung sicherstellt, bzw. bei der Kompressionstherapie bei Venenleiden und zur Ödemausschwemmung dazu beiträgt, den Druckabfall von distal nach proximal zu verbessern. Durch die Dehnbarkeit in Längsrichtung ermöglicht Varolast® Plus eine sehr gute Anpassung.

Varolast® Plus – als „Erste Hilfe“ bei venösen Beinleiden

Varolast® Plus ergibt im angelegten Zustand halbstarre, unnachgiebige Verbände. Durch das Fehlen jeglicher Elastizität – die Längselastizität der Binde bleibt gezielt auf den Anlegevorgang beschränkt – können sie der tätigen Muskulatur von allen Verbandmaterialien den größten Widerstand entgegensetzen und entfalten so einen intensiven Arbeitsdruck, der die tiefen intrafaszialen Bereiche erfasst und rasch entstauend wirkt. Der entsprechend niedrige Ruhedruck gewährleistet dabei einen guten Lüftungseffekt, sodass der Blutumlauf in den nutritiven Gefäßen, insbesondere bei Stagnation infolge mangelnder Abschöpfung durch die tiefen Leitvenen gefördert wird.

Der Zinkleimverband aus Varolast® Plus ist deshalb unentbehrlich zur schnellen Entstauung eines geschwollenen Beines und zur Beseitigung hartnäckiger Ödeme vor allem am Fußrücken, die einer Behandlung mit Wechselverbänden aus Kurzzugbinden trotzen. Da sich der Verband nach der Abschwellung des Ödems den Veränderungen des Beinumfangs nicht anpassen kann, muss er allerdings in dieser ersten Therapiepahse häufiger gewechselt werden.

Varolast® Plus – als „Dauerverband“

Der Verband aus Varolast® Plus eignet sich aber auch als Dauerverband, um eine erzielte Entstauung zu erhalten und den Rücktransport des Blutes in der Tiefe zum Herzen zu unterstützen. Er hilft damit, den fehlerhaften Zirkel zu unterbinden, der die krankhaften Hautveränderungen einer chronischen Veneninsuffizienz ausgelöst hat.

Ebenso brauchbar ist der Varolast® Zinkleimverband zur Weiter- und Nachbehandlung chronischer hypodermitischer Indurationen. Er ist ferner angezeigt, solange eine Versorgung mit Kompressionsstrümpfen noch nicht möglich ist oder nach dem Anmessen mit zum Eintreffen des Strumpfes.

Der Varolast® Zinkleimverband kann auch als Ersatz von Wechselverbänden dienen, wenn am Verband manipuliert wird oder ein fristgerechter Verbandwechsel nicht immer möglich ist.

Varolast® Plus – Indikationen und Kontraindikationen

Varolast® Plus in der Kompressionstherapie

  • Zur schnellen Entstauung von Ödemen
  • Behandlung insbesondere von: CVI, Ulcus cruris im nicht nässenden Stadium, Thrombophlebitis, primärer & sekundärer Varikosis, Nachsorge von Venenoperationen und Frakturen, postthrombotischen Zuständen.

Varolast® Plus in der Orthopädie

  • Zur Entlastung des Haltungs- und Bewegungsapparates.
  • Zur Nachsorge von Luxationen und Distorsionen.

Kontraindikation und Vorsichtmaßnahmen

  • Vorsicht bei Patienten mit Hauterkrankungen, Diabetes mellitus, Mischulzera, ABPI < 0,8
  • Nicht anwenden bei fortgeschrittener arterieller Verschlusskrankheit, dekompensierter Herzinsuffizienz, ABPI > 1,3, arteriellen Ulzera, Materialunverträglichkeiten, fortgeschrittenen Sensibilitätsstörungen der unteren Extremitäten.

Varolast® Plus – perfekt in der Praxis

Varolast® Plus verfügt über folgende Vorteile:

  • Gut modellierbar bis zur letzten Tour, dank praktischer Innenhülse
  • Perfekte Anpassung durch Dehnbarkeit in Längsrichtung
  • Extrafeucht-sämige Haptik durch zusätzlichen Zinkleimauftrag
  • Exakte Bindenführung ohne Ein- / Abschneiden
  • Gut modellierbar & schnell trocknend
  • Sehr hautfreundlich (Material Binde: 69 % Viskose / 31% Polyamid)
Portrait Petra Mayer rund
Petra Mayer-Ent, Medizinische Fachangestellte bei der Gemeinschaftspraxis Dr. Udo Tiefenbacher und Andreas Heintzen für Chirurgie und Unfallmedizin in Aalen
„Varolast Plus lässt sich nicht nur einfacher und zeitsparender applizieren, sondern wird auch von unseren Patienten als angenehmer empfunden.“

In sieben Schritten zum Verband

Varolast® Plus – Wechselhäufigkeit

  • Unterschiedlich häufiger Verbandwechsel, je nach Art und Intensität der Indikation.
  • 2- bis 3-mal pro Woche in akuten Fällen.
  • Regelmäßig bei chronisch venösen Fällen oder mäßig ausgeprägten Ödemen.
  • Immer dann, wenn er sich durch Entstauung des Beines gelockert hat.
  • Gut zu wissen: je mehr Bindenlagen, desto höher der Arbeitsdruck. Für kürzere Waden empfehlen sich Binden mit 7 Meter Länge, für längere Waden die mit 10 Meter.