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Große Herausforderungen,
neue Chancen

Perspektiven im Wandel: Der Fachkräftemangel war eines von vielen wichtigen Themen auf der PFLEGE PLUS 2018 in Stuttgart.

von der HARTMANN Online-Redaktion 19.06.2018

Wie sieht die Zukunft der Pflege aus? Antworten bot die Stuttgarter PFLEGE PLUS. Vom 15. bis 17. Mai informierten sich rund 6.500 Fachbesucher aus Süddeutschland und dem angrenzenden Ausland bei insgesamt 187 Ausstellern. Seit jeher ist die Fachmesse für den Pflegemarkt mehr als nur Produktschau, sondern auch ein wichtiges Forum für Austausch und Weiterbildung: Rund 1.200 Entscheider, Führungskräfte und Pflegeprofis nutzten das zertifizierte Fortbildungsangebot des begleitenden Kongresses.

„Erweitertes und vertieftes Verständnis von Pflege“

Manfred Lucha, Landesminister für Soziales und Integration, eröffnete die PFLEGE PLUS, auf der Pflegenotstand breit diskutiert wurde. Einen Lösungsansatz stellte der renommierte Altersforscher Prof. Dr. Andreas Kruse in seiner Keynote vor. Kruse plädierte für ein „erweitertes und vertieftes Verständnis von Pflege“ und erläuterte das Zukunftsmodell einer „sorgenden Gemeinschaft“. Parallel zur PFLEGE PLUS fand der Deutsche Fürsorgetag statt, „ein Meilenstein für all diejenigen, die sich um andere kümmern“, wie Dr. Franziska Giffey, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, in ihrer Eröffnungsansprache betonte. Auch sie forderte „solidarische Antworten auf neue gesellschaftliche Entwicklungen“.

„Innovationen erleichtern den Pflegealltag“

Den Fachkräftemangel könne eine Messe freilich nicht beheben, wohl aber könne sie „Angebote machen, die Arbeitgeber und Arbeitnehmer in der Branche unterstützen und zum Austausch führen“, sagte Ulrich Kromer von Baerle, Geschäftsführer der Messe Stuttgart. „Bei der Planung der PFLEGE PLUS haben wir wieder größten Wert darauf gelegt, ein spannendes und relevantes Programm zu organisieren.“ Dazu gehörten auch die Sonderbereiche „Workshopraum PFLEGEaktiv“, „newcome@PFLEGE“ oder „PFLEGEmobil“, die einer Besucherumfrage zufolge bei weit über 60 Prozent der Befragten auf Interesse stießen. Angesichts der Fachkräfteknappheit komme der Entwicklung neuer technischer und organisatorischer Lösungen in der Pflege eine zentrale Bedeutung zu, meinte Dagmar Weise, Projektleiterin der PFLEGE PLUS. „Wir beobachten bei den Start-ups eine sehr dynamische Entwicklung und sehen zahlreiche neue Ideen und Innovationen, die den Pflegealltag erleichtern und unterstützen.“

Hochwertiges Fachpublikum

Das Gros der befragten Besucher ist in Alten- und Pflegeheimen tätig (47%), aber auch in ambulanten Pflegediensten (27%) oder Krankenhäusern (12%). Für die hohe Innovationsfreude der Branche spricht nicht zuletzt der gestiegene Anteil an Besuchern mit Entscheidungskompetenz bei Einkaufs- und Beschaffungsentscheidungen: So waren zwölf Prozent – deutlich mehr als 2016 – in ausschlaggebenden sowie 62% in mitentscheidenden und beratenden Funktionen tätig. Im Fokus des Besucherinteresses standen in erster Linie Geräte und Hilfsmittel (56%), gefolgt von medizinisch-technischen Geräten (38%), die im Besucherinteresse einen starken Zuwachs von über 40 Prozent verzeichneten. Fast ein Viertel (23%) der Messebesucher nahmen eine Anfahrt von über hundert Kilometern in Kauf. Haupteinzugsgebiet nach Bundesländern war Baden-Württemberg vor Rheinland-Pfalz und Bayern.

Insgesamt wurde die PFLEGE PLUS 2018 als Erfolg bewertet: Fast alle befragten Besucher (94%) gaben an, von einer stabilen oder zunehmenden Bedeutung der Fachmesse überzeugt zu sein. In der Gesamtbeurteilung schnitt die PFLEGE PLUS 2018 ebenfalls gut ab: Die Besucher vergaben eine „Zwei“ (2,1).

HARTMANN auf der PFLEGE PLUS

Auch HARTMANN war auf der PFLEGE PLUS vertreten. „Die PFLEGE PLUS ist für uns immer eine gute Plattform, uns mit zahlreichen Kunden zu treffen und zu vernetzen. Mein Team genießt es dabei an dieser Messe besonders, neben vielen Entscheidern von heute auch mit Pflegekräften und Pflegeschülern – den Fachkräften von morgen – zu sprechen. Wir kommen immer wieder gerne nach Stuttgart!“, sagt Oliver Schurr, Key Account Manager bei HARTMANN, dessen Team den vielen Mitarbeitern aus Pflegeeinrichtungen aufzeigen konnte, wie hautfreundlich eine moderne Inkontinenzversorgung mit MoliCare sein kann.