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Wettbewerbsposition und Kundenausrichtung weiter im Fokus

HARTMANN GRUPPE erreicht Umsatz- und Ergebnisziel 2018 

20.03.2019
  • Umsatz steigt um 2,9 % (organisch 2,6 %) auf 2,12 Mrd. EUR
  • EBIT von 123,2 Mio. EUR (Vj.: 138,4 Mio. EUR) von einem herausfordernden Umfeld geprägt
  • Konzernergebnis von 83,8 Mio. EUR ermöglicht stabilen Dividendenvorschlag von 7,00 EUR je Aktie
  • Ziele für 2019 bestätigt - Stärkung von Wettbewerbsposition und Kundenausrichtung soll Potenziale nachhaltig heben

Die HARTMANN GRUPPE, einer der führenden internationalen Anbieter von Medizin- und Pflegeprodukten, hat im Geschäftsjahr 2018 trotz eines herausfordernden Umfeldes ein Umsatzplus von 2,9 % und ein EBIT von 123,2 Mio. EUR erreicht.

"Mit dem Umsatzplus knüpfen wir an die Wachstumsraten der Vorjahre an", erklärt Britta Fünfstück, Chief Executive Officer der HARTMANN GRUPPE. "Der Rückgang von EBIT und Konzernergebnis ist moderat ausgefallen. Dies spiegelt eine ungünstige Wechselkursentwicklung, einen zunehmenden, branchenweiten Preis- und Margendruck, anhaltend hohe regulatorische Kosten sowie Aufwendungen für Vertrieb und Infrastruktur wider", betont CEO Fünfstück. "Die Dividende werden wir trotzdem stabil halten und schlagen wie im Vorjahr 7,00 EUR je Aktie vor."

Fünfstück weiter: „Wir glauben an unser Potenzial in einem attraktiven Branchenumfeld. Um dieses zu heben und unsere Wachstums- und Ertragsstärke nachhaltig fortzuentwickeln, werden wir die Wettbewerbsposition und Kundenausrichtung stärken. Eine grundsolide Liquiditäts- und Finanzposition unterstützen unsere Zukunftsinitiativen."

Solides Wachstum in Deutschland und Europa

Der Konzernumsatz der HARTMANN GRUPPE konnte sowohl in Deutschland (+1,6 %, organisch + 1,9 %) als auch in den europäischen Auslandsmärkten (+4,9 %, organisch + 3,3 %) zulegen. Im Inland entwickelten sich vor allem die Segmente Wundmanagement und Infektionsmanagement erfreulich, während im europäischen Ausland die Segmente Wund- und Inkontinenzmanagement eine starke Entwicklung zeigten. Die Regionen außerhalb Europas verzeichneten wechselkursbedingt einen Umsatzrückgang (- 2,8 %, organisch + 1,3 %).

Im Segment Inkontinenzmanagement stieg der Umsatz um 4,3 % auf 693,7 Mio. EUR. Die in 2017 übernommene Inkontinenzmarke LINDOR trug dank ihrer Stärke auf dem spanischen und portugiesischen Markt zum Wachstum bei. Bei den Sortimenten erfreuten sich vor allem die Pants von MoliCare® Mobile und die Hautpflegeserie MoliCare® Skin einer wachsenden Kundenakzeptanz.

Das Umsatzwachstum im Segment Wundmanagement wurde durch den Fokus auf innovative und margenstarke Sortimente um 3,6 % auf 474,2 Mio. EUR vorangetrieben. Dabei lag das Umsatzplus bei superabsorbierenden Wundauflagen und dem Behandlungskonzept Hydro Therapy im zweistelligen Bereich. Bei dem vorkonfektionierten Wundvorsorgungs-Set „Mediset“ erhöhten sich die Umsatzerlöse ebenfalls erfreulich.

Das Segment Infektionsmanagement erreichte im Jahr 2018 einen Umsatzanstieg um 2,6 % auf 505,0 Mio. EUR, unter anderem getrieben durch höhere Absätze kundenspezifischer OP-Sets und spezifischer Einwegsets für die Patientenpflege. Auch OP-Einweg-Instrumente und OPHandschuhe sowie Sterillium®Med, ein Kernelement des Handdesinfektions-Portfolios, wuchsen kräftig.

Im Segment Weitere Konzernaktivitäten, das die endverbrauchernahen Sortimente und Handelsaktivitäten umfasst, steigerte die HARTMANN GRUPPE ihren Umsatz um 0,7 % auf 446,2 Mio. EUR. Dazu trug unter anderem das Wachstum der KNEIPP-Gruppe bei, die führend im Bereich Badeprodukte ist und mit der Fortführung der Strategie „Kneipp wirkt. Natürlich.“ bei den Kunden punkten konnte.

EBIT und Konzernergebnis von herausforderndem Umfeld geprägt

Der Rückgang der EBIT-Rendite auf 5,8 % (Vorjahr: 6,7 %) spiegelt eine ungünstige Wechselkursentwicklung, einen zunehmenden, branchenweiten Preis- und Margendruck, anhaltend hohe regulatorische Kosten sowie Aufwendungen für Vertrieb und Infrastruktur wider. Das Konzernergebnis verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 10,7 % auf 83,8 Mio. EUR.

Finanzieller Handlungsspielraum erneut ausgeweitet

Im Berichtsjahr hat die HARTMANN GRUPPE ihren finanziellen Handlungsspielraum erneut ausgebaut. Der Free Cash Flow lag bei 79,2 Mio. EUR, nachdem er im Vorjahr infolge der Akquisition von LINDOR noch leicht im Minus gewesen war. Die positive Nettofinanzposition verbesserte sich auf 104,5 Mio. EUR (Vorjahr: 71,7 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote nahm trotz einer gestiegenen Bilanzsumme auf 61,6 % zu (Ende 2017: 59,7 %).

Zahl der Mitarbeiter wachstumsbedingt gestiegen

Die Zahl der Beschäftigten in der HARTMANN GRUPPE erhöhte sich weltweit auf insgesamt 11.027 (Ende 2017: 10.764). In den europäischen Kernmärkten nahm die Belegschaft um 222 Mitarbeiter zu. Hierzu trugen in erster Linie der Ausbau der Produktion in Tschechien und bei der KOB Medical Devices in Deutschland sowie der wachstumsbedingte Personalaufbau bei KNEIPP bei. Außerhalb Europas hatten die Ausweitung der Produktionskapazitäten in Indien und der Vertriebsausbau in China eine Erhöhung der Beschäftigtenzahl zur Folge.

Dividendenstabilität: Vorschlag von unverändert 7,00 EUR je Aktie

Der 105. Hauptversammlung am 30. April 2019 werden Vorstand und Aufsichtsrat erneut eine Dividende von 7,00 EUR je Aktie vorschlagen. Entsprechend summiert sich die Ausschüttung an die Aktionäre der Gesellschaft auf insgesamt 24,9 Mio. EUR. HARTMANN führt damit seine stabile Dividendenpolitik weiter fort.

Ausblick: Umsatz moderat steigern, Potenziale konsequent heben

Der Ausblick für die globale Gesundheitswirtschaft bleibt angesichts des demografischen Wandels und einer alternden Gesellschaft positiv. Steigende Gesundheitsausgaben in Entwicklungsländern, wachsende Pflegeansprüche, zunehmende chronische Erkrankungen, Fortschritte in der medizinischen Behandlung und neue Gesundheitstechnologien erhöhen die Nachfrage nach kosteneffizienten und auf Kundenbedürfnisse ausgerichteten Gesundheitslösungen.

Für das Geschäftsjahr 2019 geht das Unternehmen nach wie vor von einem moderaten Wachstum beim Konzernumsatz und einem EBIT zwischen 102 Mio. EUR und 112 Mio. EUR aus.

CEO Britta Fünfstück: „Mit der Stärkung der Wettbewerbs- und Kostenposition und einer am Kunden ausgerichteten Innovationsstrategie werden wir künftig noch besser aufgestellt sein, um in einem weiterhin herausfordernden, aber fundamental attraktiven Umfeld unsere Potenziale
konsequent zu heben."

Für weiterführende Informationen zur HARTMANN GRUPPE besuchen Sie uns unter https://hartmann.info/

Jahresbericht 2018

Über die HARTMANN GRUPPE

Die HARTMANN GRUPPE ist einer der führenden europäischen Anbieter von Medizin- und Hygieneprodukten mit den Kompetenzschwerpunkten Wundbehandlung (z.B. Wundauflagen, Unterdruck-Wundtherapie, Fixierbinden, Pflaster), Inkontinenzversorgung (z.B. Einweg-Inkontinenzslips und -einlagen sowie Produkte zur Hautpflege bei Inkontinenz) und Infektionsschutz (z.B. OP-Komplettsets, OP-Bekleidung, OP-Einweginstrumente und Desinfektionsmittel). Ergänzt wird das Portfolio durch Produkte für die Kompressionstherapie, Erste Hilfe sowie Pflege- und Kosmetikprodukte. Darüber hinaus bietet HARTMANN innovative Systemlösungen für professionelle Zielgruppen im Medizin- und Pflegebereich. Weltweit ist das Unternehmen mit Sitz in Heidenheim, dessen Schwerpunktmarkt Europa ist, mit eigenen Gesellschaften marktnah aufgestellt. Im Jahr 2018 erwirtschafteten 11.027 Mitarbeiter in der HARTMANN GRUPPE einen Umsatz von 2,12 Mrd. EUR.

Die PAUL HARTMANN AG in Heidenheim/Deutschland ist das Herz der Unternehmensgruppe. Sie gehört zu den ältesten deutschen Industriebetrieben und geht auf eine 1818 von Ludwig von Hartmann gegründete Textilfabrik zurück. 1873 begann unter dessen Sohn Paul Hartmann die Produktion von Verbandwatte, später wurde das Unternehmen weltweit zum Flaggschiff einer expandierenden erbandstoffindustrie. Zur HARTMANN GRUPPE gehören neben zahlreichen Vertriebsgesellschaften im Ausland u.a. BODE Chemie (Hamburg), KNEIPP (Würzburg), Karl Otto Braun (Wolfstein) sowie Sanimed (Ibbenbüren).

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