Wir waren da

Als Lindor auf HARTMANN traf: Gemeinsam wachsen, gemeinsam lernen

Durch die Übernahme der Inkontinenzmarke Lindor von Procter & Gamble, wurde HARTMANN über Nacht zum Marktführer für Inkontinenzprodukte in Spanien und Portugal. Was aber halten die hinzugekommenen Teammitglieder von ihrem neuen Zuhause?

Firmenübernahmen sind für die Mitarbeiter des aufgekauften Unternehmens häufig mit Unbehagen verbunden. Nicht so im Falle der Belegschaft von Lindor, nachdem HARTMANN die Marke von Procter & Gamble aufgekauft hatte: Die Mitarbeiter begrüßten den Wechsel des Eigentümers.

A portrait shot of Julia Kobets smiling
Julia Kobets

„Inkontinenz gehört zum Kerngeschäft von HARTMANN“, so Julia Kobets, Managerin des Lindor Produktionsstandorts in Montornès bei Barcelona. „Wir sind eindeutig im Fokus der Unternehmensplanung für Spanien und Portugal. Unsere Mitarbeiter glauben, dass das Geschäftsfeld unter HARTMANN als Eigentümer wachsen wird.“

Willkommener Wandel

Andrea Castano, Value Stream Leader am Produktionsstandort, war von Anfang an begeistert. „Meine Schwester arbeitet in einer Apotheke. Sie hatte mir schon erzählt, wie gut die Produkte von HARTMANN sind“, erzählt sie. „Ich war sehr froh über den Eigentümerwechsel, weil ich keinen Zweifel daran hatte, dass er uns helfen würde, das Absatz- und Fertigungsvolumen zu steigern.“

Derzeit läuft ein Großprojekt zur Einbindung von Lindor in den neuen Mutterkonzern, wozu auch die Angleichung sämtlicher Prozesse und Systeme gehört: vom Einkauf bis zum Vertrieb, vom Finanzbereich bis hin zur IT. Laut Julia Kobets ist das Vorhaben gut angelaufen. „Es gab Veranstaltungen zur Begrüßung für alle Mitarbeiter im Werk und Besuche des Management Teams von HARTMANN“, erklärt sie. „Dies hat geholfen, starke Beziehungen aufzubauen, und genau das brauchen wir als Grundlage für eine enge Zusammenarbeit in der Einbindungsphase.“

Wechselseitiges Lernen

A group picture of HARTMANN and Lindor employees
Ehemalige Lindor und HARTMANN Mitarbeiter im Werk Montornès

Die Einbindung von Lindor eröffnet auch die Chance, voneinander zu lernen.

Marc Perez, Regionaldirektor für Westeuropa, meint dazu: „Der Erfolg von Lindor basiert zu einem großen Teil auf der operativen Leistungsfähigkeit des Werks in Montornès. Unser operativer Betrieb kann viel von Lindor lernen – insbesondere im Bereich schlanker Fertigungsprozesse. So können wir Abfälle reduzieren und Produktivität, Qualität und Geschwindigkeit steigern.“

Es waren bereits Mitarbeiter von HARTMANN-Werken aus Spanien, Frankreich und Deutschland in Montornès zu Besuch, um die Lindor-Produktion „in Aktion“ zu sehen. „Wir sind stolz auf unsere Fachkompetenz im Bereich Entwicklung und Fertigung von Inkontinenzhilfsmitteln – und auf unsere hervorragenden Produktionsprozesse“, so Julia Kobets. „Wir hoffen, dass wir damit Maßstäbe für unsere neuen Kollegen im gesamten Geschäftsbereich Inkontinenz setzen können.“

Geteilter Stolz ist doppelter Stolz

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Marc Perez

Die Aufmerksamkeit, die sie über das gesamte Unternehmen hinweg erhalten haben, kam bei den Lindor-Mitarbeitern gut an. „Es erfüllt mich wirklich mit Stolz, dass wir unsere Erfahrungen im Bereich verschlankter Produktionsprozesse weitergeben und so andere Standorte davon profitieren können“, sagt Andrea Castano.

Gleichzeitig ist das Lindor-Team seinerseits sehr motiviert, mehr von den neuen Kollegen aus dem Produktionsnetzwerk von HARTMANN zu lernen. Es wurden „Lernpartnerschaften“ mit den entsprechenden Kollegen ins Leben gerufen und eine Reihe von gegenseitigen Besuchen am jeweiligen Standort geplant. „Wir freuen uns über den Zugang zu HARTMANNs Fachkompetenzen im Bereich Inkontinenz und sind insbesondere gespannt, welche Neuigkeiten es im Bereich Produkttechnologie gibt“, so Julia Kobets.

Natürlich bleibt noch einiges zu tun, damit beide Unternehmen zusammenwachsen können. Aber Julia Kobets argumentiert, dass das Projekt „Integration“ für Lindor in keiner Weise eine Beeinträchtigung darstellt. „Es ist in der Tat für uns der beste Weg, unsere eigene Leistung weiter voranzutreiben und einen echten Beitrag für HARTMANN zu leisten“, meint sie.

Lindor auf einen Blick

Am 3. Juli 2017 hat HARTMANN die Übernahme von Lindor, dem Hersteller der meistverkauften Inkontinenzhilfsmittel in Spanien und Portugal von Procter & Gamble, abgeschlossen.

Der Umsatz von Lindor knackte im Geschäftsjahr 2015/2016 die 75-Millionen-Euro-Marke. Der 25.000 m2 große Produktionsstandort von Lindor in Montornès bei Barcelona ist seit über 35 Jahren in Betrieb. Er beherbergt 165 Produktionsmitarbeiter sowie eine kleine Vertriebsmannschaft.

Der demographische Wandel birgt die Chance, den Absatz von Inkontinenzhilfsmitteln auf der gesamten Iberischen Halbinsel in den kommenden Jahren zu steigern. Laut dem spanischen Statistikamt werden im Jahr 2031 mehr als 25 Prozent der Bürger über 65 Jahre alt sein.

Über HARTMANNs 200-jähriges Jubiläum

2018 feiert HARTMANN sein 200-jähriges Jubiläum. Bereits 2017 starteten wir mit dem Countdown zu den offiziellen Feierlichkeiten im Juni 2018. Erfahren Sie in unseren Geschichten, wie unsere Mitarbeiter und Partner dazu beitragen, das Gesundheitswesen voranzubringen und welche Trends und Themen die Gesundheitssysteme bewegen, für die wir uns einsetzen.