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Handschuhsicherheit
kennt keine Lücken

Sicherheit bei Einmalhandschuhen hat viele Aspekte. Dabei sind es zunächst die Materialien, die im Hinblick auf Reißfestigkeit, Dichtigkeit, Tragekomfort und biologische Verträglichkeit hohen Ansprüchen genügen müssen. Wichtig für lückenlose Sicherheit ist aber auch das korrekte An- und Ausziehen, um eine Kontamination vom Anfang bis zum Ende der Tragezeit zu vermeiden.

von der HARTMANN Online-Redaktion 15.07.2019
Zusätzlich zur Händedesinfektion gilt es, bei jeglichen Manipulationen am Patienten, bei Kontakt mit Ausscheidungen und Exsudat sowie bei der Grund- und Behandlungspflege (z. B. Verbandwechsel) Einmalhandschuhe zu tragen, diese nach Gebrauch am Patientenbett in patientenbezogenen Abwurfbehälter zu entsorgen und danach sofort wieder die Hände zu desinfizieren. Im OP-Bereich gelten die üblichen Regeln mit chirurgischer Händedesinfektion und OP-Handschuhen.

Sicherheitsaspekt Material

Durch die vielfältigen Einsatzgebiete von Untersuchungs- und Schutzhandschuhen sowie von OP-Handschuhen ergeben sich ganz unterschiedliche Anforderungen an Materialien und Herstellungsprozesse, die ein einzelner Handschuhtyp bei weitem nicht abdecken kann. Wie aber lassen sich solche Qualitätsanforderungen wie Reißfestigkeit, Dichtigkeit, Griffigkeit, Tragekomfort und biologische Verträglichkeit überprüfen bzw. welcher Handschuhtyp ist für welche Anwendung geeignet?

Einmalhandschuhe, die als persönliche Schutzausrüstung (PSA) gelten, unterliegen der EU-Norm (EU) 2016/425. Davon abgeleitet wird die Norm EN 374, in der die Anforderungen für Schutzhandschuhe gegen Mikroorganismen und Chemikalien festgelegt sind. Die Notwendigkeit einer PSA ist in die Kategorien I bis III – entsprechend den unterschiedlich hohen Risiken – aufgeteilt.

Ein Beispiel dazu: Alle Peha-soft nitrile Untersuchungs- und Schutzhandschuhe sind als Medizinprodukt nach EN 455 und Persönliche Schutzausrüstung nach (EU) 2016/425, Kat. III sicher qualifiziert für eine Vielzahl von Tätigkeiten der Grund- und Behandlungspflege oder beim Umgang mit Chemikalien und Desinfektionsmitteln. Dies ist eine Sicherheit, die von Einmalhandschuhen beispielsweise vom Discounter nicht erbracht werden kann.

Bilderleiste verschiedene Handschuhe an Händen
[1] Jede kleinste Einstichstelle kann eine Eintrittspforte für pathogene Keime sein, weshalb das Tragen von Einmalhandschuhen auch hierbei nicht überflüssig ist. [2] Seine ausgezeichneten Eigenschaften machen Nitrilkautschuk und damit auch die Peha-soft nitrile Untersuchungs- und Schutzhandschuhe von HARTMANN zur ersten Wahl. [3] HARTMANN OP-Handschuhe bieten für alle Anwendungsgebiete einschließlich des Double Glovings zertifizierte und qualifizierte Lösungen.

Sicherheitsaspekt Anwendung

Sicherheit in der Anwendung bedeutet, dass das Handschuhmaterial beim Träger keine allergischen Reaktionen hervorruft, wie beispielsweise Naturlatex. ­HARTMANN setzt deshalb auf Nitrilkautschuk, ein synthetisches Material, das alle Vorteile von Latex bietet, aber keine allergene Wirkung wie Naturlatex aufweist. Nitrilkautschuk zeichnet sich zudem durch besondere Beständigkeit wie zum Beispiel gegen Öle, Fette, Chemikalien und Viren aus und hält auch hohen mechanischen Belastungen stand.

Wichtig für die Sicherheit:
Einmalhandschuhe korrekt an- und ausziehen

Das Anziehen steriler Einmalhandschuhe

Entfalten einer sterilen Pehasoft nitrile Handschuhverpackung
1. Schritt
Steriles Entfalten der äußeren Verpackung, dazu die Peelpackung vorsichtig aufziehen, nicht aufreißen.
Pehasoft nitrile Handschuh geöffnete Verpackung
2. Schritt
Innere Verpackung entnehmen und auf einer desinfizierten Oberfläche unter sterilen Kautelen entfalten. Dazu das Papier am Rand greifen und aufziehen. Um ein Zurückfallen des inneren Sterilpapiers zu vermeiden, kann es leicht geknickt werden. Auf dem Sterilpapier ist aufgedruckt, welcher Handschuh für welche Hand passt.
Hineingreifen in Pehasoft nitrile Handschuh
3. Schritt
Die linke Hand greift nun das umgestülpte Ende des rechten Handschuhs, während die rechte Hand eingeführt wird.
Pehasoft nitrile Handschuh Überprüfen des Sitzes
4. Schritt
Der exakte Sitz des Handschuh – z. B. die Sitzgenauigkeit der Finger – wird erst dann korrigiert, wenn beide Hände behandschuht sind.
behandschuhte rechte Hand fast linken Pehasoft nitrile Handschuh an
5. Schritt
Mit der behandschuhten rechten Hand dann in das umgestülpte Ende des linken Handschuhs greifen...
Pehasoft nitrile Handschuh wird über die linke Hand gestülpt
6. Schritt
... und den Handschuh über die linke Hand stülpen, während die linke Hand nach oben in den Handschuh schlüpft.

Das Ausziehen von Einmalhandschuhen

Das korrekte Ausziehen von Handschuhen ist deshalb so wichtig, weil dadurch Kontamination und Keimverbreitung vermieden werden. Die Regeln gelten dabei für alle Einmalhandschuhe unabhängig vom Einsatzbereich: für sterile OP-Handschuhe ebenso wie für sterile und unsterile Untersuchungs- und Schutzhandschuhe.
Ausziehen Pehasoft nitrile Handschuh Step 1 anheben
1. Schritt
Mit einer Hand an die Innenfläche der anderen Hand greifen und den Handschuh anheben.
Pehasoft nitrile Handschuh beim Ausziehen des ersten Handschuh
2. Schritt
Den Handschuh dann ganz über die Finger abziehen und mit der noch behandschuhten Hand festhalten.
Pehasoft nitrile zweiter Handschuh wird ausgezogen
3. Schritt
Mit der unbehandschuhten Hand unter die Stulpe des zweiten Handschuhs greifen und den Handschuh ebenfalls über die Finger abziehen.
Pehasoft nitrile Handschuh ausgezogen umgestülpt in der Hand
4. Schritt
Am Ende ist der zweite Handschuh über den ersten Handschuh umgekrempelt und umfasst diesen. Beide Handschuhe können nun ohne Kontaminationsgefahr sofort am Patientenbett in den patientenbezogenen Abwurfbehälter entsorgt werden.
Im Anschluss ist eine hygienische Händedesinfektion entsprechend den „5 Momenten der Händedesinfektion“ durchzuführen.