WundForum 1/2019

LINK – Round Table Gespräche: Wissen erwerben und weitergeben LINK steht für „ L earn. I nform. N et- work. K nowledge“. In mehr als 93 Län- dern rund um den Globus wird aktuell vom HARTMANN Wundmanagement ein Fort- und Weiterbildungsnetz- werk aufgebaut. Zukünftiges Ziel ist die Schaffung eines internationalen Austausches und ein kontinuierlicher Ausbau der Weiterbildung von und mit Experten. In Deutschland hat HARTMANN bereits mit unterschiedlichen Aktionen für den Aufbau dieses Netzwerkes mit Wundexperten begonnen. Ziel ist es, sich unter Experten zu aktuellen Behandlungsmethoden, Standards und wissenschaft- lichen Erkenntnissen auszutauschen. Die Formate hierzu sind unterschiedlich und reichen von Kon- gressen über regionale Fortbildungsveranstaltungen bis hin zu Experten Round Tables. Im Mittelpunkt steht der Dialog und Austausch zu Fachthemen, um gemeinsam zu lernen, „Best Practises“ zu teilen und sich stets auf dem neuesten Stand in der Wundbe- handlung zu bringen. Ein wirklich besonderes Format stellen dabei die Round Table Veranstaltungen dar. Round Table Veranstaltung in Reutlingen Die neun Teilnehmer im November 2018 waren Wundmanager aus dem ambulanten Bereich: Pfle- gedienstleitungen von regionalen Pflegediensten und Homecare-Unternehmen. Moderiert wurde das Gespräch von Astrid Probst, Krankenschwester und Pflegeexpertin Wundmanagement im Klinikum am Steinenberg in Reutlingen. Astrid Probst schilderte in ihrem Vortrag die Behandlung eines Patienten mit einem Ulcus cruris venosum. Hierbei beschrieb sie eindrucksvoll den Weg von der umfassenden Diagnostik bis zur The- rapie. Neben der Vorstellung von neuen Verfahren in der Diagnostik und in der Therapie wurde anhand eines Fallbeispieles die lokale Wundbehandlung vor- gestellt und anschließend diskutiert. Im Mittelpunkt der lokalen Wundbehandlung stand zunächst die Wundreinigung, wie Astrid Probst schilderte: „Wir starteten mit einem chirurgischen Débridement. Mit dem anschließenden Einsatz von HydroClean konnten weitere chirurgische Débride- ments verhindert werden. Das notwendige Exsudat- management haben wir mit Zetuvit plus durchge- führt in Kombination mit einer entsprechenden Kom- pression und einer begleitenden Lymphtherapie.“ Bei der Darstellung der lokalen Behandlungsmög- lichkeiten in der Epithelisierungsphase gab es einen intensiven Austausch zu den oft eingeschränkten Möglichkeiten im ambulanten Bereich. So ist hier ein früher Wundabschluss z. B. durch eine plastische Deckung oder der Einsatz von Wachstumsfaktoren nicht möglich. Die Ergebnisse der Boost Closure Studie  [15] (siehe Seite 8) konnten an dieser Stelle der Diskussion verdeutlichen, wie ein Verband mit hyd- ratisierten Polyurethanen die Konzentration endoge- ner Wachstumsfaktoren in dieser Phase erhöht und somit die Wundflächenreduktion beschleunigt. Round Table Veranstaltung in Berlin Barbara Temme, niedergelassene Fachärztin für Chirurgie mit Schwerpunktpraxis moderne Wund- therapie in Berlin, moderierte im Dezember 2018 das Round Table Gespräch im Hauptstadtbüro von HARTMANN. Teilnehmer waren ein niedergelassener Chirurg, Wundexperten von Pflegediensten, Wund- manager aus der Klinik sowie Leitung und Wundex- perten aus einem spezialisierten Wundzentrum. Barbara Temme referierte über die aus ihrer Sicht kritischen Punkte in der lokalen Wundbehandlung, die insbesondere die Kontinuität der Behandlung gefährden können. Auch sie betonte die Bedeutung des Débridements für den Heilungsverlauf – chirur- gisch und / oder konservativ mit HydroClean – sowie die wundheilungsphasengerechte Versorgung. Eine besondere Herausforderung sieht Barbara Temme in der Erreichung eines Wundabschlusses in der Epithelisierungsphase. Passend zum Thema stellte Barbara Friesel von HARTMANN die Ergebnisse der Boost Closure Stu- die  [15] vor. Die Studie zeigt, das ein Verbandkonzept wie HydroTac eine Reduktion der Wundfläche in Kombination mit einer guten lokalen Verträglichkeit und einer sicheren Handhabung eine nachgewiesene Möglichkeit ist, den Herausforderungen in der Phase der Epithelisierung zu begegnen.  [1,2,3,13,14] Engagierte Gespräche prägten die Round Tables in Reutlingen und Berlin. Literatur siehe Seite 22. 4 HARTMANN WundForum 1/2019 Kurz & knapp

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